Cappuccino-Racer

Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Urlaub? Ohne Motorrad? Was solls!

noch nicht wirklich meins

Es ist mal wieder so weit. Urlaub ohne Motorrad, aber mit Frau. Diesmal ist es mir nicht schwer gefallen, da der Urlaub wirklich nötig war. Die motorradfreie Zeit kann ich zum Anlass nehmen, die Seite wieder etwas aufzuarbeiten. Denn es ist doch einiges mehr passiert, als bis jetzt hier beschrieben. Eines war die etwas längere Testfahrt mit der XVS 1300 Baujahr 2007. Seid letztem Jahr bin ich stolzer Besitzer eine XVS 1100 von 1999. Der Stolz ist aber mit der Zeit der Erkenntnis gewichen, dass dieses Bike doch kein so guter Griff gewesen ist. Was gefällt mir gut an der 11 hunderter? Ich sitze gut. Brauch die Beine beim aufsteigen nicht so hoch schwingen und hab das Problem mit dem Kniewinkel gelöst. Das große Vorderrad führt sauber durch die Kurven und vor allem bleibt sie auf schlechtem Geläuf sehr ausgeglichen. Mecklenburger Kopfsteinpflaster ist mit ihr ein geringes Problem. Bei der schnellen Jagt in kurvenreichen Gegenden ist sie besser als man Denkt. Sie geht zackig ums Eck, aber man muss etwas gegendrücken sonst klappt die Front automatisch ein. Aber das ist ja kein Problem. ist ja keine Rennmaschine. Was noch erstaunlich ist, man schaut mit hinterher. Und wohlwollendes Nicken begrüßt mich so mancher Orts. Das hatte ich mit der Suse nie.Was mir nicht gefällt, ist der Motor. Zugegeben, die 60 PS sind nicht die Welt, aber langsam ist die 11 wer deshalb nicht. Auf der Autobahn kann sie ohne weiteres mit 140 km/h Strecke machen. Auch Zwischenspurts mit 160 km/h sind möglich, machen aber keine Freude. Bis 90 km/h läuft die Dicke tadellos. Ruhig und gut am Gas. Ab hundert ziehen sich Vibrationen durch den Stahl die Füße und Hände gut Kribbeln lassen. Sie verstärken sich bis 120 km/h um bei 130 km/h wieder zu verschwinden. Schon Komisch. Aber was mich wirklich nervt, ist die Geräuschkulisse. Schon im Stand hört man nach dem Start ein Pfeifen. Mit jedem Gasdreh wird es lauter. Nach dem Einrasten des 1.Ganges kommt das nächste heulen dazu. Aus dem Motor sind leichte Schläge spürbar. Während der Fahrt, besonders bei längerer fahrt und wärmer werdenden Motor scheint sich alles zu verstärken. Aus dem Internet weiß ich, dass viele die sich eine Yamaha DragStar kauften, die selben Ängste ausstanden wie ich. Und alles was sie zur Linderung ihrer Qualen hörten war: Schraub die DB-Killer raus das hörst du nichts mehr. Das kann wohl nicht die Lösung sein. So brachte ich sie zum Händler. Nicht zum Händler meines Vertrauens, denn den habe ich noch nicht gefunden. Und wie bereits vermutet bekam ich die Dicke ohne Diagnose zurück. Mit den Worten: “Das ist so, das ist Normal!” Dann ist Yamaha Schei…

Um das Genau heraus zu finden ergab sich die Chance eine XVS 1300A zu testen. Sie fuhr sich gut. Die 75 PS ziehen sie vehement nach vorn. Durch die Ausgleichswellen sind Schwingungen eliminiert worden. Sie Läuft Butterweich in fast allen Lagen. Aber fahrwerkstechnisch ist sie nicht der Bringer. Sie will am liebste Geradeaus. Also etwas für Amerikaner. In flott gefahrenen Kurven hebt sie sich leicht aus. Die Trittbretter werfen früher Funken als die 1100. Aber sie macht trotzdem etwas mehr Spaß als die alte XVS 1100. Es war eine Testfahrt um die Kaufeignung festzustellen. Ich habe überlegt, mir diese Maschine zu kaufen. Der Preis hätte schon gestimmt. Aber meine Frau sah mir an, dass das leuchten in den Augen fehlte. Und sie Hatte recht. Denn trotz Falcon Douple Groove Auspuff ohne DB-Killer, war auch hier das Pfeifen und Kreischen von Motor und Getriebe zu hören. Die Geräuschkulisse unterschied sie nicht von der 8 Jahre älteren Maschine. Also hat Yamaha 8 Jahre lang nicht´s dazugelernt. Das war enttäuschend. Also bleibe ich bei meiner Alten. Am Ende bin ich da, wo ich schon mit Suse war. Ein Motorrad das mir Passt, muss ich mir wohl selbst bauen. Leider fehlt mir das Talent von Friedel Münch.

Warum Bluetooth halt Bluetooth heißt.

Wer die Ware Geschichte des Bluetooth ergründen will, der bemühe an dieser Stelle Wikipedia. Ich weiß, das es was mit Blauen Zähnen zu tun hat. Die bekommt man, wenn man wutentbrannt die Zähne auf einander presst. Frust macht sich breit, wenn man Bluetooth-Geräte der gleichen klasse miteinander Paaren will. Oder verständlicher, man will sie mit einander koppeln, zusammenbringen oder verbinden. Laut den Beschreibungen der Endgeräte ist dies kein Problem. Mein Headset kann sich problemlos mit dem Navi verbinden. Steht in der Anleitung. Und nach dem Befolgen dieser sehe ich das Headset sogar in der Liste des Navis auftauchen. Nur verbinden kann ich sie nicht. Nach langer suche nach dem Warum fand ich bei den Spezialisten von Pocketnavigation den Grund. Garmin hat diese Funktion bzw. dieses Protokoll einfach nicht mit an Bord der preiswerteren Geräte. Es kann sich mit dem Handy verbinden, alles Andere lässt es nicht zu. Betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, aber trotzdem Arschl…. Macht aber nichts, da sich in geraumer Zeit die Navis nicht mehr verkaufen werden. Sie haben ja auch lang genug Geld aus dem orientierungslosen Volk gepresst. Diese Funktion wird wohl über kurz oder lang das Handy übernehmen. Wir haben uns in der vorletzten Saison zwei Funkapparate aus China gegönnt. Um es zu probieren. Die kleinen Dinger sind echt klasse. Ein Knopf und ein Drehknopf sind einfach zu bedienen und die Dinger halten bis 1200 m kontakt. Bei Kurven oder Bergen ist es etwas weniger, aber man verliert sich ja kaum aus den Augen. Sie sind jetzt im zweiten Jahr und der Akku hält immer noch eine Tour von 6 Stunden durch. Im Dauerstandby. Wahrscheinlich auch länger. Für das Geld kann sich der Eine oder Andere Premiumhersteller eine Scheibe abschneiden. Aber diese Geräte haben auch Nachteile. Zum Beispiel ist bei meinem Geräte der Der Steckkontakt im Gerät etwas wacklig. Das wiederum ist mit Chinaware zu erklären. Ich habe versucht die Sache zu reparieren. Mal sehen ob es gelungen ist. Das Laden und Headset über den selben Stecker laufen ist keine gute Idee und vor allem die Wahl des Steckers. Was noch nachteilig ist, man kann das Gerät nur mit zwei weitere Geräte verbinden. Diese muss man dann einzeln zuschalten. Also erst spricht man mit A dann Knopfdruck und dann mit B. Genau das wollten wir ausprobieren. Mit A war die Verbindung gut. Kunststück es war das selbe Gerät. Mit B von einem anderen Hersteller kam keine Verbindung zu Stande. Bluetooth Protokolle halt. Eigentlich sollte es gehen. Nur die Abers überwiegen. Kompatibilität und Konnektivität wird bei unseren Produkten groß Geschrieben! Einfach nur lachhaft. Und das seid beginn der Computerisierung der Welt. Die Welt ist noch nicht reif für eure Produkte. Aber die Hersteller sehen es bestimmt genau andersherum.

Letztes Wochenende vor dem Urlaub und noch einmal richtig nass geworden

Öko Cafè

Bei unseren Wochenendtouren ist es in diesem Jahr zwei Mal schwer. Die erste Frage lautet jedes mal “Wohin” ? Und die Zweite “ Werden wir nass”? Die Beantwortung der ersten Frage wird zwar immer schwerer. Die Zweite fast Unmöglich. Da wir auf unseren Touren immer einen Punkt suchen, wo es einen Kaffee und am besten auch noch einen Kuchen gibt, werden die Ziele in unserer Region langsam dünn. Schöne Ecken gibt es viele aber auf der Hälfte der Strecke sollte schon ein Heißgetränk verfügbar sein. Da gehen uns im Osten des Landes langsam die Strecken und Ziele aus. Denn wir haben ja auch noch den Anspruch nicht überall zwei und dreimal aufzutauchen. Und wenn doch, dann nur an Orten die wir schön fanden. Versteht sich. An diesem Wochenende zeigte sich der Himmel Gelb-Grau. Eine Wolke, keine Wolke. Mit dem Mut des Dummen entschieden wir uns fürs fahren. Über Stralsund nach Groß Kordshagen. Dort sollte es ein Café Olsen geben. Bis zum Standort hielt sich das Wetter und es wurde sogar besser. Das Café befindet sich auf einem alten Gutshof. Der Eingangsbereich ist begehbar und sieht aus wie ein Öko-Laden. Wir entschieden uns für einen Tisch unter dem größten Baum. Ab 14.00 Uhr ist geöffnet. Oh, wir sind 10 min zu früh. Aber lange nicht allein. Also warten. Langsam fanden auch alle anderen Tische ringsum Freunde. Pünktlich um zwei Uhr tritt ein freundlicher Herr auf die Treppe und fragt wer den der erste war. Der Tisch neben uns riss die Arme hoch und meldete so seine Anrechte an der Erstbedienung an. Komisches gebaren. Aber wir haben Zeit mitgebracht. Nach einer ganzen Weile durften auch wir unsere Bestellung aufs Papier diktieren. Apfelkuchen mit einer Kugel Eis und ein Pott Kaffee. Jetzt hatten wir genug Zeit für unsere Männergespräche. Die sich kurioser weise um unsere gleichaltrigen Kinder drehen und nicht um Motorräder. Das muss etwas mit diesem Öko-Ort zu tun haben. In einer Gaststätte, so wird behauptet, ist das Essen frisch angerichtet, wenn es länger als 20 Minuten dauert. Dann müssen die hier die Äpfel gerade erst geschält haben. Ein Kuchen vom Blech schneiden und Kaffee aus der Maschine eingießen kann doch nicht so lange dauern? Jetzt weiß ich, warum die am Nachbartisch sich so in den Vordergrund gespielt haben. Kaum zu ende gedacht, kam der Kuchen. Der Boden erinnerte Starck an die Kekse aus dem NVA E-Pack. Die Apfelstückchen waren etwas groß geraten, aber das Eis war gut. Das stammte sicher nicht aus Eigenproduktion. Aber man konnte es ohne weiteres essen. Dieser Tortenboden der immer wie eine aufgeweichte Vollkornstulle aussieht ist ja gerade in Mode. Vielleicht liegt es daran das keiner mehr Omas Rezepte lesen kann. Oder man ist einfach nur Kreativ. Diese Kreativität können sie Stecken lassen. Ich will Kuchen und Torte wie bei Oma. Wenn ich zum Kaffee einen Bahlsenkeks möchte nehme ich ne Packung mit. Das hört sich hier vielleicht wie eine böse Kritik an. Ist aber nicht so gemeint. Man kann das Café Olsen durchaus besuchen. Gibt auch noch anderen Kuchen. Und der Erfolg gibt ihnen recht. Denn es ist gut besucht. Vielleicht war auch nur das Timing schlecht und die Backende Oma hatte Urlaub. Nach dem leckeren Eis auf dem Kuchen, wollten wir die Pferde satteln und weiter in Richtung Bodstedt fahren. Plötzlich zog der Wind an. Das bedeutet im Norden und wahrscheinlich auch im Rest der Welt, regen steht vor der Tür. Und so war es. 3 Zigarettenlängen später ließ der Regennach und es nieselte ein weinig. Also los. Bikes angeworfen und los. Die Richtung Westen so aber nicht gut aus. Dicke Graue Wolken an den Regenstricke hingen. Dann halt nach Hause. Vielleicht haben wir Glück und es verschont uns. Leider eine Fehlannahme. Ungefähr einen Kilometer vor dem heimischen Stall wurde es Trocken. Zu Hause angekommen zog mein Wingman seinen Handschuh aus. As seinem Ärmel lief das Wasser, als hätte er dort eine Leitung verbaut. Für mich lustig anzuschauen, aber er fand das wohl weniger komisch. Jetzt sitze ich hier in der Heide und schreibe diesen Text mit einem leichten Grinsen nieder. Und es sind 28 °C. Welch ein Hohn!

Hier die Route die wir nicht geschafft haben GreifGroßKordshagen.gpx

14 Tage vor Urlaub. Rund 200 km Spaß

LPG Kuchen in der Burg

Wieder Sonntag und auch gutes Wetter. Also mal wieder Zeit für Strecke. Da habe ich doch schon vor längerer Zeit eine Route raus gesucht, die Asphalt, Kurven und Schlösser beinhalten sollte. Auch wollte ich ein Cafè finden. Die fahrt ging von Greifswald über Anklam, Rathebur, Ferdinandshof in Richtung Rothemühl bei Straßburg. In einer Waldkurve standen gelbe Pappschilder mit allerhand Text. Lesen konnte ich aber nur ein Wort. Cafè ! Das reichte aber voll und ganz um in die Hebelei zu greifen. Das war auch nötig benahe hätte ich die Auffahrt verpasst. sie ist wirklich eng gestaltet. Auch hier war es wie überall. Wo ein bike steht gesellen sich mehr dazu. Wir waren nicht die Ersten. Aber Kaffee und Kuchen war genug da. Die Empfehlung des Hauses hieß “LPG-Kuchen”! Wir ließen uns überraschen und wurden angenehm überrascht. Ähnlich des Schneewittchen Kuchens mit Kirschen und Schokoladenschicht. Mein obligatorischen Cappuccino kam gleich in einer großen Tasse. Super! Auch die Speisekarte liest sich interessant. Ich kann also nur empfehlen den Burgwall zu stürmen.  http://www.burgwall-strasburg.de/

Unsere Tour führte weiter über Straßburg nach Groß Milzow. Hier wollte ich mir das Schloss anschauen. Leider kamen wir nicht heran. Das nächste Schloss lag in Schönhausen. Zum Glück haben wir unseren Kaffee schon getrunken. Hier wären wir auch leer ausgegangen. Aber wir konnten uns kurz die Beine vertreten. Über Friedland und Buro ging es zurück in den heimischen Stall. Die Schlösser bekommen ein Minus, die Strecke ein Plus.

GreifGroßMilzow.gpx

 

Zeit für ein Zwiegespräch.

Gott hat gerufen und hunderte Biker haben es gehört. Ich auch, aber ich habe mich wohl verhört. In Greifswald fand wiedermal der MOGO statt. Motorradgottesdienst. Als alter Atheist, kann ich mit dem Herrn nicht wirklich viel anfangen. Aber ich glaube er weiß es und lässt mich gewähren. Denn Gottes Plan kennt niemand. Auch der fromme Prediger versucht nur die Psalme zu interpretiere. Und was dabei raus kommt sehen wir gerade bei den Jüngern Mohamets oder wie man sie auch immer nennen will. Interpretation lässt halt viel Raum. Schon im Literaturunterricht wurden wir mit der Frage genervt, die da lautete: “Was will uns der Dichter damit sagen!” Ja ich kannte Goethe nicht persönlich, aber ich glaube nicht das er ein Kommunist war. In den Augen mancher Lehrerin war das eine infame Lüge und entsprach so gar nicht der Sozialistischen Wahrheit. Was soll`s, “die Gedanken sind frei”! Ich war aber trotz dem beim MOGO. Man kann dort halt sehen ob es Selbst-Schrauber gibt die auch Talent haben. Viele Biker und Bikes. Als ich mich gerade mit einem VN 2000 Fahrer unterhalten habe, ob seine Maschine auch etwas für mich wäre, goss jemand einen Eimer Wasser über mich. Der schuldige saß auf einer dunklen Wolke. Wer ist denn da doch nachtragend? Egal, nach einer Stunde habe ich den Heimweg angetreten, da mir dieses Pulg-Fahren nicht liegt. Oder Besser ich mag es nicht. Über die VN 2000 denke ich nach. Gott gebs, dass ich mal im Lotto gewinne. Ups, bin wohl nur ein halber Atheist.

Dieser Sommer ist ein einziges Bauvorhaben.

Am Haus muss etwas gemacht werden. So fehlt die Zeit für Spaß und Spiel. Auch für die Aktualisierung dieser Seite fehlt die Zeit. Aber ich musste sehen ob  bei der XVS 1100 alles rund läuft. In einem Artikel habe ich geschrieben, wie sehr mich die Vibrationen und die Geräuschkulisse der XVS nervt. Um einen weiteren Fehler auszuschließen habe ich mich mal dem Kardanantrieb gewidmet. Also mit Hilfe eines Freundes das Ding samt des Hinterrades raus. Man, Gewicht hat die Schei.. ja. Als alles raus war, folgte die Begutachtung und siehe da, nichts! Alle Zähne frisch und gesund, kein Abrieb. Daran liegt das Geheule also nicht. Alles mit Druckfett eingeschmiert und wieder zusammengesetzt. Vielleicht ist eine subjektive Wahrnehmung, aber ich habe das Gefühl, es rappelt nicht mehr so stark im Karton. nun warte ich auf das Saisonende. Dann reiß ich die Kiste noch Einmal auseinander. Mal sehen was zu finden ist.

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