Cappuccino-Racer

Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Triumpf ist Trumpf. Wenn der Pflegezustand stimmt.

Nach dem ich es im letzten Jahr noch geschafft habe, die kleine Yamaha und die SV zu warten, habe ich mir die Triumpf auf die Bühne gestellt. Was ist zu Tun? Begonnen habe ich mit einer Gabelsanierung. Dabei flogen gleich die Gabelfedern raus und wurden durch Progressive von Wirth ersetzt. Der Fahrer ist ein Riese und so ging die Federung beim Bremsen auf Blog. Das ist echt unangenehm. Ich hoffe, dass sich dieses Problem somit gelöst hat. Was mir Bauchschmerzen bereitet, ist der Tausch der Dichtsimmerringe. Die rechte Seite hat im Tauchrohr feine Arbeitsspuren, die ich nicht herauspolieren konnte. Aber ein neues hätte erst bestellt werden müssen. Und ich denke, dass es auch nicht so billig ist. Sollte sich der Dichtring wieder Inkontinent zeigen, fliegt es eben dann raus. Noch ist alles dich, aber noch hat auch nichts arbeiten müssen. Ölfilter und Ölwechsel gingen mit dem richtigen Werkzeug leicht von der Hand. Bei der nächsten Wartung sollte nur die Ablassschraube gewechselt werden. So abgerundet wie die ist, hat da jemand fleißig Öl gewechselt. Leider ohne Drehmomentschlüssen. Sich hat er die Schraube immer gut angeknallt. Anders dagegen, der Luftfilter. Dieser hat schon seid langem kein Licht mehr gesehen. Oder die Triumpf ist ein Flad Tracker. Aber so etwas gibt es doch nur in Amerika. Auch die Dichtung der Airbox ist hin. Das man den Luftfilter nicht gerne Wechselt kann ich gut nachvollziehen. Bei der SV klappe ich den Tank an und schraube den Alten raus und den neuen ein. 5 Minuten mehr nicht. Triumpf hingegen möchte, dass der Schlosser auch Geld verdient. Hier muss erst der Tank demontiert werden. Und das geht mit 2 Mann besser als allein. Ich habe immer gedacht, die SV ist schwierig zu reparieren, wenn man irgendwo in den schwedischen Wälder hängen bleibt. Aber auch die Triumpf braucht den ADAC-Abschlepper. Sie ist so verbaut, dass man maximal ein Leuchtmittel wechseln kann. Das ist das Kreuz mit allen Fahrbaren Geräten. Die Bremsflüssigkeit habe ich auch gleich noch gewechselt, wer weiß wie lange die schon im kleinen Lenkerfass umherschaukelt. Vorn sah sie noch gut aus, hinten weniger.Die Bremsbacken waren neu und da sie schon mal daneben hingen, hat Sohnemann alles gründlich gereinigt. Jetzt sind nur noch ein paar Kleinigkeiten mit der Elektrik. Die Lenkerendenblinker lösen sich und blinken auch manchmal in den Himmel. Der Bremslichtschalter hinten ist eine Diva, denn er geht nur wenn er gerade Lust hat. Alle Stecker werden innen wie außen gereinigt. Kette wird noch eine Saison halten. Auch hier gab es eine Frischekur. Die Radlager gehen ein wenig schwer, aber alles noch im grünen Bereich. Auch das Lenkkopflager zeigt keine Auffälligkeiten. Obwohl alles dafür spricht, dass die Seedy doch schon einmal richtig Bodenproben genommen hat. Leider hat der Verkäufer ihr erstleben geheimgehalten. Vielleicht durfte sie ja auch schon beim Triumpf-Cup dabei sein. Jetzt soll sie dem Neubesitzer ein paar glückliche Stunden bescheren. Das kann sie mit Sicherheit.

So noch etwas gießen und schon kann man Erbsen keimen lassen.

hier war ewig keiner dran.

Ob diese riefen der Dichtung Schaden stellen wir später fest.

Mit dem richtigen Werkzeug geht alles leichter

Die Lautrohre glänzen auch wieder etwas

Fast wieder alles zusammen, nur Öl muss noch rein

Die neuen Gabelfedern

So ohne Beine sieht so komisch aus.

Ja ist denn schon Weihnachten?

Leider ist es nicht möglich den Dialekt aus dem Werbe-Slogan zu übernehmen. Das hätte sicher auch rechtliche Konsequenzen. Man möge mir also nachsehen, dass ich diesen geflügelten Spruch hier übernehme. Er gehört ja Quasi schon zum deutschen Sprachkulturschatz. Was ich aber eigentlich damit ausdrücken will, ist folgendes. Die Bikes Stehen seid über einem Monat im Stall und ich habe die XVS sogar mit dem Vorderrad in Richtung Ausgang geparkt. Weil ich der Illusion nachhing, sie doch noch einmal zu fahren. Leider fehlte mit das richtige Wetter und auch die Zeit. Der Job und auch Privat engte mich in den letzten Monaten etwas ein. Der Plan sah vor, dass jetzt bereits die Triumph T509 Speed Tripple auf der Bühne steht und ich sie von einigen Leiden befreie. Leider steht dort immer noch die YBR 125 und wartet und wartet. Sie bekommt eine Durchsicht mit Ölwechsel und soll verkauft werden. Wer also noch Kurzfristig ein Weihnachtsgeschenk braucht, kann sich melden. Aber sie geht nicht zum Weihnachtsgeschenk- Preis raus. Wenn die 125 ziger die Bühne verlässt, folgt der Auftritt der SV650 auch ihr wird nur gutes wiederfahren. Danach kann sie wieder fahren. Und hat sie die Bühne verlassen, so hat die Diva Ihren Auftritt. Auch sie bekommt ein rundum Pflege. Als letztes wird dann im Februar 2018 die XVS auf die Bühne steigen. Sie soll ein neues Lackkleid bekommen. Und natürlich bleibt sie schwarz. Aber sie soll auch einen Namen bekommen. Dieser wird dann in roten Lettern an der Tankseite stehen. Da mir selbst die Kreativität fehlt, rufe ich zum Preisausschreiben auf. Gesucht wird ein origineller Name für ein schwarzes Bike mit einem rotem Totenkopf auf dem Tank. Aber bitte nicht so etwas wie die Dicke oder so. In der engeren Wahl ist z.B. schon “Slow Walker”. Der Gewinner bekommt eine Flasche Whiskey. Der Name sollte bis zum  08.01. 2018 per Mail eingegangen sein. Danach ist sie beim Lackierer. Damit aus dieser kleinen Sache keiner ein Drama macht. Sollte ich wohl noch schreiben, das der Rechtsweg ausgeschlossen ist. Nicht das jemand diese Sache hier zu ernst nimmt.

Was ist also noch zu sagen? Meinen Lesern, Freunden und Bekannten wünsche ich ein ruhiges, streitloses Weihnachtswochenende mit angeschlossenen Feiertagen. Natürlich einen guten Rutsch in neue Jahr und keinen Rutscher im ganzen Jahr. Macht es gut bis zur nächsten Saison und schaut ab und zu mal hier rein. Vielleicht gibt es etwas Interessantes zu lesen.

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Letzte Ausfahrt mit 2017 ?

Letzte Ausfahrt

Vielleicht nicht. Beim Wechsel des Motorrades hat doch mein Wingman die Monate gewechselt. Er Darf jetzt Bis November. Die Frage steht, ob wir auch das Wetter dafür haben werden. Könnte schlecht aussehen in diesem Jahr. Aber Heute sind wir noch einmal gefahren. Auf der suche nach einem Cafe fuhren wir Kreuz und Quer. Die meisten sind in der Nachsaison schon in den Urlaub gegangen oder gar nicht mehr besetzt. Das kleine Hafencafe in Stalbrode war noch für einen Kaffee gut. Schon traurig. Am Ende der Tour haben wir es noch mit einer kleinen Fotosession versucht. Bikes im Herbst. Aber vielleicht finden wir noch ein WE im November zusammen. Ich habe am 4.11. noch eine kleine Herbsttour gemacht. Wer in einem Agraland wohnt, sieht das nicht nur am verfärbten Laub. Manchmal liegen auch komische Dinge am Straßenrand. Wer weiß was hier einen Wall bildet darf sich gern Melden.

komische Schneezäune

Erste Tour mit neuem Biker.

Hast du noch Sex oder fährst du schon Motorrad? So ziehen sich die Jungs untereinander auf. Bei Vielen Motorradfahrern gerade hier im Osten sieht der Lebenslauf wie folgt aus. Von 16-20 Jahren saßen die meisten auf einem Motorrad. Die privilegierten hatten sich dann ein Auto vom Gebraucht- Markt erarbeitet. Andere haben es nach der Armeezeit geschafft eine Familie zu Gründen. Die fuhren meist kein Auto. Aber auch kein Motorrad mehr. Dann kam die Wende. Das Auto wurde erreichbar und auch wichtig. Motorräder waren nur für die Wenigsten ein Statussymbol. Die Kinder wurden Groß und verließen das Haus (manchmal) und der Alte befand sich mit Anfang 40zig in der Mitlife. Das Motorrad mit dem Gefühl der Freiheit rückte wieder in den Fokus. Vor allem dann, wenn ein Kumpel sich auch son Ding geleistet hat. So ähnlich geht es auch einem Kumpel von mir. Er hat sich im Nachgang leidend auf die Schulbank gesetzt. Führerschein für Motorrad war das Endziel. Und er hat es geschafft. Dafür schon einmal Hochachtung. Ich bin froh, dass ich das schon zu Ostzeiten gemacht habe. Die Wahl des Bikes hinterließ bei mir zwar Fragezeichen in den Augen, aber ich halte es da mit dem “Alten Fritz”: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“.Gut, er meinte zwar die Religion, aber ich halte diesen Satz für Übertragbar. Der Neue meinte Chopper wäre noch nichts für Ihn, da er auch einmal schnell Fahren möchte. Wenn der Wüsste! Da Optik auch eine Rolle spielt, wurde es eine VFR 800 2005 von Honda. Eine wirklich Gute Wahl. Aber nicht unbedingt Anfänger geeignet. Denn jedes kleine zucken am Gas wird in Vortrieb umgesetzt. Dadurch macht sie einen nervösen Eindruck. Aber er schein klar zu kommen. Auch die ersten Individualisierungen sind schon gemacht. Leider haben wir in diesem Jahr kaum Zeit gehabt eine Tour zusammen zu machen. Wir haben nur diese Eine geschafft. Zeit, Wetter und Arbeit waren gegen uns. Aber das kann sich ja in der nächsten Saison ändern. Er verließ mich mit den Worten: “ Jetzt soll ich 5 Monate darauf warten, wieder Motorrad zu fahren?” Ich erinnere mich, dass in meiner ersten Saison genau so empfunden zu haben. Mittler Weile ist es nicht mehr ganz so schlimm. Gruß an die Neuen auf zwei Rädern.

Die richtige Mischung machts !

Wie im letzten Artikel beschrieben, wurde der beste Freund des Bikers zum glatten Aal.

Die richtige Gummimischung für einen Reifen zu finden ist eine schwere Aufgabe. Aber in den letzten Jahrzehnten hat sich auf dem Markt viel getan. Für alle Ansprüche gibt es das richtige Material. Gibt es das ? Für den sportlichen Fahrer gibt es Reifen die In allen Lebens- und Fahrlagen an der Straße kleben (z.B.Pirelli). Solange eine Komponente genug Temperatur hat. Da man die Straße schlecht manipulieren kann, ist es der Reifen der durch eine ausgeklügelte Mischung von Gummi, Ruß und Silikat ein Fahrbares Temperaturfenster erhält. Für Sport-Tourenfahrer gibt es Reifen mit dualen Mischungen. Die Lauffläche ist relativ hart und damit sehr abriebresistent und an den Flanken (Seite) ist die Mischen eher Weich und sportlich. So braucht auch der Tourenfahrer keine Angst vor Kurven zu haben. Beide Reifentypen haben in den letzten Jahren auch noch eine Weiterentwicklung in Sachen Nassgripp bekommen.(z.B. Metzler und Michelin) Und auch das funktioniert gut. Selbst bei den schweren Maschinen (Reisetourer mit großen Motoren vom z.B. Typ BMW) sind Alleskönner zu haben. Diese können selbst bei höherer Traglast und damit verbundener Steifigkeit alles was die kleinen können. Fahren mit wenig Abrieb. Schräglagen ohne rutschen. Regen ohne schlittern. Alles ist Prima und der Reifenindustrie kann man nur gratulieren. Kann man das? Seid einer Saison gehöre ich nun den Fahrern der tiefstschwerpunkt Vehicle an. Kurz gesagt Chopper und Cruiser. Und nach meiner ersten Unterhaltung mit dem Fahrer einer Kawasaki VN 2000 erhielt ich, ohne es zu ahnen den ersten Hinweis auf ein Reifenproblem. er sagte wörtlich: “ Also trotz ihres Hohen Gewichtes geht die gut. auf der Autobahn auch mal 200 wenn man es möchte. Aber wenn es nass wird, sollte man sie stehen lassen. Dann will sie nur noch geradeaus und beginnt zu schlittern.” Einen Monat nach diesem Gespräch musste ich leidlich erfahren, was er gemeint hat. Nach meiner schlechten Erfahrung recherchierte ich im Netz. Was ich dort zu lesen bekam machte mir Angst. Es scheint als hätten die Pneuhersteller eine Gruppe völlig aus den Augen verloren. Da die Chopper-Fraktion eh als Schönwetterfahrer verschrienen ist, wird in die Entwicklung nicht sehr viel Hirnschmalz gesteckt. Da die Reifen für die höhere Traglast steifer gebaut werden, haben sie auch weniger mit den Tourenreifen gemein. Auch die verschiedenen Größen machen den Herstellern sorgen. Darum bieten die Meisten nur zwei Arten für die Chopper an. Laut Hersteller sollen sie alles können. Tun sie aber nicht! Kurios ist, dass man deutlich in den Postings lesen kann, was geht und was nicht. So sind die Metzlerreifen M880 für die schwereren Harleys gut machbar, auch bei feuchten Straßen. Die leichteren Chopper Marke Honda und Yamaha haben bei nässe riesige Probleme. Das kann ich nur unterschreiben. Also wagte ich ein Schreiben an den Hersteller. Hier mein schreiben und die Antwort.

Website: www.metzeler.com/site/de

Subject: ME880

Message: Sehr geehrte Damen und Herren, hätte heute einmal eine Beschwerde. Ich Fahre seid Jahren Metzeler Reifen und bin immer voll zufrieden gewesen. Immer genug Gripp in allen Fahrsituationen. Mein letzte Reifen war ein Z8 den ich mit meiner SV drei Jahre durch Europa gefahren habe. Bei allen Wetterlagen. Ich habe ihn also für diese Saison wieder neu aufgezogen. Nun bin ich in diesem Jahr auch Besitzer eine XVS 1100 geworden und habe mich für den Maraton 880 entschieden. Der 888 war angeblich im Februar nicht verfügbar. Bei Trockenheit kann man das Bike sehr gut bewegen. Aber nun, wo mich auch mal der Regen unterwegs erwischt, muss ich mit Entsetzen feststellen, dass dieser Reifen bei Nässe fast unfahrbar ist. Ich musste all meine Fahrkünste aufbringen um mich und das Bike heil nach Hause zu bringen. Bremsen wurde mit Rutschen bestraft und Kreuzungskurven (etwas enger) benötigten immer Korrekturen. Ich habe das Bike mehr um die Ecke getragen. Nach einer Recherche im Netz habe ich festgestellt, dass ich damit nicht allein stehe. Auch der 888 scheint nicht besser zu sein. Ich weiß, ihr könnt das besser. Mein nächster Reifen sollte doch wohl auch ein Metzeler sein.

Mit trotzdem freundlichen Grüßen

 

Antwort:

Sehr geehrter Herr ….,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Wir möchten Ihnen jedoch mitteilen, das die von Ihnen beschriebene Auffälligkeit,

uns bisher in dieser Form nicht bekannt ist. Auch liegen uns bisher etwaige Meldungen hierzu aus dem Markt nicht vor.

Falls Sie sich dennoch unsicher fühlen, können wir Ihnen völlig Wertfrei anbieten, die Bereifung zu überprüfen.

Sollten Sie hiervon Gebrauch machen wollen, möchten wir Sie bitten, sich unter Bezugnahme (Kopie) Ihres u.a. Schreibens

mit Ihrem Händler in Verbindung zu setzen. Dieser kennt die Vorgehensweise bei einer Beanstandung (Ausfüllen des Beanstandungsformular) und wird Ihnen dabei sicherlich behilflich sein.

Das vollständig ausgefüllte, unterschriebene Formular wird dann vom Händler an uns gefaxt und die Ware bei diesem abgeholt.

Die Abholung und Überprüfung sind, unabhängig vom Ergebnis, kostenfrei.

Bei weiteren Fragen zur Beanstandung geben Sie bitte immer die Nummer des Beanstandungsformulars sowie den

betreffenden Reifenhändler an, da sonst keine Zuordnung in unserem Hause stattfinden kann.

Gerne können Sie uns auch Mo. – Fr. telefonisch unter der Rufnummer: 06163-71 115 von 08.00 – 12.00 und von

13.00 – 16.00 erreichen.

Mit freundlichem Gruß – Best Regards

i.A. T K

abc

Markt-Qualität / Claims Management

Telefonnummer: 06163-71-115

Telefaxnummer: 06163-71-2934

market.quality@pirelli.com

Was kann man dazu sagen? Also das Erste was mir einfiel, war: “ Die haben keine Probleme mit dem Internet. Da liest sowieso niemand in den einschlägigen Boards. z.B.  https://www.cruiser-freunde.com/2015/05/23/metzeler-880-marathon-reifen-erfahrungen/

Ich unterhielt mich nach der Mail mit einem Reifendienst, um zu schauen, ob ich von dem Angebot des Testens gebrauch mache. Der meine nur nüchter.“ Versuch es! Erfolg wird es nicht geben.“ Dann erzählte er von einer Geschichte in dem der Reifen eindeutig einen Höhenschlag hatte. Hier meinte der Hersteller, dass es nicht schuld sei, da der Reifen ja bereits gefahren wurde und es auch daran liegen könnte. Obwohl eindeutig der Fehler an der Karkasse zu sehen war.

Meine Entscheidung ist also: Noch eine Saison, dann muss er eh runter. Dann gebe ich einem anderen Hersteller eine Chance. Ich weiß jetzt was der Reifen kann und was eben nicht. Schäm dich Metzler und Pirelli. Übrigenz hatte der Vorbesitzer Pirellis auf dem Bike. Er gab mir eine Rechnung mit. Der Reifen wurde im Juni aufgezogen und als ich sie im September kaufte, war der runter. Schauen wir mal wer es wird.

Oktobertour mit Nervenanspannung

Der Oktober hat nun Einzug gehalten. Das Wetter ist so, wie man es im Oktober erwartet. Grau und Nass. Das Nass haben wir am eigenem Leibe erfahren müssen. Wir riefen eine Tour in die Feldberger Seenlandschaft aus. Leider haben wir mit dem Tag ins Klo gegriffen. Wir haben graues Wetter erwartet, aber wenig Nässe. Der Wetterbericht sagte Regen an. da er sich in den letzten Wochen dem Waren Wetter nur grob genähert hat, haben wir entschieden, dem Wetterfrosch mal wieder nicht zu glauben. Kaum haben wir den Hof verlassen, begann es leicht zu nieseln. Davor haben wir keine Angst, da wir öfter auch mal Regen unterwegs abbekommen. Auf der Straße bildete sich ein leichter Nässefilm. Unerschrocken trieben wir die Bikes vorwärts. An einer Kreuzung dann das erste Erlebnis, welches den Puls in die höhe trieb.

Jedenfalls für mich. Der aufmerksame Leser hat sicher mitbekommen, dass ich seid dem letzten Jahr der Besitzer eine Yamaha XVS 1100 bin. Beim Kauf hatte sie hinten einen Pirelli und vorn einen Bridgestone Reifen. Beide an der Machbarkeitsgrenze. Ich ließ mich von einem erfahrenen Chopperfahrer beraten und lies den Metzler ME 880 Marathon aufziehen. Den ganzen Sommer über bin ich nun mit diesem Reifen gefahren und bin mit den Leistungen des Reifens zufrieden. Gutes Handling, guter Gripp und kaum verschleiß. Das galt jedenfalls für Temperaturen über 15°C und trockne Straßen. Nun ist es ein Oktoberregen der mich wieder erden sollte.

Die Kreuzungsampel löschte bereits ihr Grün und ein herbstliches Gelb blinkte mir entgegen. Um unsere Dreierkette nicht auseinander zu reißen, zog ich an der Bremse. Das Rad stand still, nur die Maschine nicht. Ein leichter tritt auf die hintere Bremse brachte die Fuhre zum ausbrechen aber nicht zum stehen. Um einer liegenden Asphaltkontrolle aus dem Weg zu gehen, lies ich das mit dem Bremsen und gab wieder gas. Die Dicke schob die Hüfte wieder gerade und der Sturz war abgewendet. Unter meiner Zuge bildete sich ein Schweißfleck. Ich musste kräftig schlucken. So lange es gerade blieb war alles in Ordnung. An die Kreuzungen lies ich sie nun sanft heranrollen. So wenig wie möglich bremsen. In kurzen Kurven zeigte sich aber, dass auch diese nicht für den reifen gemacht sind. Das Pop-Meter war im Dauer-Alarm. Ich stocherte in den Kurven herum und war über jede gelungene Lenkbewegung glücklich. Spaß ist anders. Und damit nicht genug. Als Navigation habe ich es mit der Motorrad App “ Callimoto” versucht. Der Versuch funktionierte so lange wie es keine Straßensperrung gab. In Woldek versperrte ein Barke die Weiterfahrt. Und ab da war die App durch einander. Und ich natürlich auch. Da ich mich ganz und gar auf die Technik verlassen habe, habe ich vorher nicht einmal richtig in die Karte geschaut. Unser Ziel war das “ Alte Zollhaus ”.  Rund 25 km vor dem Endziel schickte mich das Navi immer wieder auf eine Rechtskurs. Aus dem Gefühl heraus wäre links aber richtig gewesen. Nach einem Stopp entschieden wir, dieses Experiment aufzugeben und in Richtung Neubrandenburg ab zu drehen. Langsam gaben die Textilien auch nach und hielten die Feuchtigkeit nicht mehr draußen. MC Donalds in NB war voll. Wir entschieden bis Burow durchzuhalten und in der Raststätte die Nerven und den Magen zu stärken. Ab 16.00 Uhr ließ der Regen nach. Aber um noch etwas zu reißen, war es zu Spät. Also nach Hause und die Sachen auf die Leine. Auf den letzten Kilometern kam bei meiner Dicken ein weiteres Problem hinzu. Dauer oder blinkendes Bremslicht. Ich war der Meinung, dass es am Fußschalter liegen könnte. Dieser sitzt genau im Wasserstrom. Am nächsten Tag ging ich dem Problem auf den Grund und musste zähneknirschend feststellen, dass es wieder einmal das Kellermann Blinkrelais gewesen ist. Das Ding scheint nicht für Chopper-Vibrationen gemacht zu sein. Und schon gar nicht für Chopper die im Regen fahren. Das scheint wohl ein Tabu zu sein. Chopper im Regen noch nie gehört. Und deshalb haften die Reifen auch nur bei Trockenheit und das Blinkrelais darf nur trocken und bis 60 km/h belastet werden. Viel Stoff für einen Tag.

Das Relais habe ich rausgeworfen und gegen ein Einfaches getauscht. Leider auch von Kellermann. Hatte ich noch liegen. Mit dem reifen muss ich erst einmal leben. Die sind ja noch fast neu. Ich habe mit im Internet belesen und musste feststellen, dass die Reifen wohl nur auf leichten Choppern bei nässe nicht funktionieren. Wie z.B. VT 600, Triumph Speedmaster, XVS 650 und 1100 usw. Wenn es interessiert, hier ein paar Kommentare auf dieser Seite:https://www.cruiser-freunde.com/2015/05/23/metzeler-880-marathon-reifen-erfahrungen/

Vielleicht gibt es auch noch ein paar trockene Tage im Oktober.

Kein Bonbon, sondern das eingepackte Relais

Damit das Wasser draußen bleibt, habe ich es in eine Fahrradschlauch eingepackt

Umbau auf das kleine Kellermann

Das Gute teure aber schon wieder kaputte Relais von Kellermann

Bremslichtschalter
So einfach, kann nicht kaputt gehen

Die Pfütze kommt aus dem Stecker und der Leitung

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