Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Lange nichts geschrieben. Aber man möge mir das verzeihen.

Erst Einmal ein gesundes neues Jahr an die wenigen Leser. Ich hoffe wie alle, dass dieses Jahr besser wird wie das Letzte. Leider kann ich nicht sagen, ob das letzte Jahr wirklich schlecht war. Und für das neue Jahr fehlt mir noch die Vorstellung. Kurz um. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeit und somit auch keine Idee, was besser werden könnte. Vieleicht beginnt man auch ab 50 zig zufriedener zu werden. Was liegt in diesem Jahr an? Erst müssen die Bikes wieder auf Vordermann gebracht werden. Ein trauriges Etwas steht schon wieder in der Garage auf dem Blechtisch. Eine alte Bekannte, der vor dem TÜV noch einmal auf die Beine geholfen werden soll. Im letzten Jahr haben wir die Federn gegen härtere von Wirth getauscht. Dabei ist der schlechte Zustand eines Standrohres schon aufgefallen. Und wie vorauszusehen, haben auch die neuen Dichtringe aufgegeben. Jetzt habe ich die beiden Vorderläufe ausgebaut und zur Regeneration in fachkundige Hände gegeben. Da es für mich schwer ist, an entsprechende Ersatzteile zu kommen. Denn auch auf Ebay schwirrt nicht viel brauchbares umher. Und das was da ist, wird auch nicht billiger. Gleiches gilt für die Hinterradbremse. Die Scheibe bekommt man, aber die Bremssteine werden schon schwerer. Und ja, ich gebe zu, dass ich dem Internet nicht immer traue. Ich gehöre zur Generation, wo ein Wort noch etwas gilt und wo ein Blick in die Augen noch etwas über das Gegenüber sagt. Leider muss ich feststellen, dass dieser Blick in der Generation 25+ nichts mehr zu sagen hat. Der Westen und deren Kultur hat uns doch viele Schauspieler beschert. Vieles was gesagt wird, hat heute kein Gewicht mehr. Es ist halt doch nur gesagt worden. Ein Handlungswille war nicht in den Worten enthalten. Es ist auch ein Streitpunkt zwischen meinem Sohn und mir. Er ist der Meinung, dass gerade unsere Generation es ihnen so bei gebracht hat. Ich hingegen hoffe, ihm etwas anderes mitgegeben zu haben. Ob es ausreichend war, wird sich sicher in 20 Jahren zeigen. Bis dahin hoffe ich auf die Gesundheit, die am Jahresanfang gewünscht wird.

Was steht fahrtechnisch an? Die obligatorische Herrentags- Tour ist in groben Zügen geplant. In diesem Jahr habe ich mal diktatorisch gesagt wo es hingeht. Es musste ja so kommen. In den ersten zwei Jahren sind wir gefahren wie ich es wollte. Dann gab es vier Vorschläge, aus denen man wählen konnte. Mehrheit siegt. Dann drei Vorschläge, dann zwei, dann gab es auch Schnellschüsse um überhaupt noch zu fahren. Und in diesem Jahr hat die Demokratie ein Ende gefunden. Ich sag wo es lang geht. Tataaaaa! Die Entscheidung aller viel mal wieder auf Dänemark. (Die Wahl hatten sie nicht). Die Wochenendgestaltung hängt noch so ein wenig in der Schwebe. Aber auch das bekommen wir hin. Im Juni werde ich für drei Wochen ausfallen. Da kann sich das Volk von mir erholen. Die Reise geht mit Freunden und Familie Neudeutsch gesagt “ nach, zum Nordkap hin”! Leider ohne Motorrad. Wieder einmal. 2011 habe ich es mit meinem Sohn in 10 Tagen geschafft. Diesmal haben wir uns mehr Zeit genommen. Aber ich weiß, dass es wieder zu wenig sein wird. Vielleicht schaffe ich es mit 65 Jahren, wenn ich noch auf dem Bike sitzen kann. Und vielleicht geben uns die Frauen dann mehr Ausgang, weil sie froh sind, uns los zu werden. Bis da hin, hoffe ich: Die Plattentektonik reißt Skandinavien nicht aus Europa heraus. Und gleiches sollte auch für Brüssel gelten. Denn ein Sexit wäre zwar worttechnisch interessant, aber mir würden sie schon fehlen. Die Nordmänner und Frauen.