Cappuccino-Racer

Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Der Urlaub ist schon lange vorbei

Ein guter Cappuccino in der Alten Schmiede

Wie jedes Jahr ist bis zum großen Sommerurlaub in Action und danach ist man down. So erklärt sich auch, dass hier so lange nichts zu lesen war. Alles was man vor dem Urlaub nicht geschafft hat, wurde weder von den Heinzel – noch Mainzelmännchen erledigt. Wer es nicht selbst macht, der bracht das nötige Geld oder Stellung, um es machen zu lassen. Beides habe ich nicht. Ich habe mir aber Mühe gegeben für mein Hobby Zeit zu finden. So sind auch im September noch einige kleine Touren zu Stande gekommen. Dabei hat sich aber auch ein leidliches Problem gezeigt. Ich habe hier schon des Öfteren davon berichtet. Es mangelt an Zielen für Biker. Gerade, wenn es jetzt im Herbst kürzere Touren werden sollen. 150 km reichen. Die Temperaturen machen ja nicht mehr so richtig Spaß. So kommt es, dass wir Orte anfahren, die wir schon kennen. Deshalb Zähle ich diese hier nur kurz auf. Vielleicht ist ja für den Einen Oder Anderen doch etwas dabei. Kaffee trinken im Ivenacker Park.  Kaffee trinken in der „Alten Schmiede“ beim Kranich-Hotel in Hesseburg bei Saal. Kaffee trinken in Aalbude am Kummerower See

Einrichtung im Stiel der 50-60 ziger mit Prima Helmablage

Naturidyll Tollense

Es geht um die vier Eichen im Vordergrund

einfach mal 1 Stunde im Grass gelegen und in die Luft geschaut.

Der Slow Walker kann auch solche Wege fahren.

Sollte es Sturm geben,bleibt dieser Acker nicht hier liegen.

Kaffee trinken am Kummerower See

Letzte Ausfahrt vor Familienurlaub. Wenn die anderen Kinder nicht mit dir spielen wollen.

Pause mit Slow Walker

Da rufste zum Ausritt und keiner kann. Manchmal ist es komisch. Da kommen einem sofort die Gedanken was man wohl wieder falsch gemacht hat. Hab ich hier im Blog wieder etwas geschrieben, was falsch verstanden wurde? Oder Hast du etwas gesagt, was unter der Gürtellinie lag? Warst du wieder Arrogant? Nein, das kann alles nicht sein. Denn ich mache keine Fehler, ich sage nie etwas Falsches und wer meint ich sei ein arrogantes Arschlo… soll leine ziehen. Trifft also alles nicht auf den Besten der Besten zu.

In diesem Fall war es aber nur eine schlechte Terminlage aller beteiligten. Und das bleibt auch noch bis in den September so. Dann haben alle den Urlaub mit ihren Liebsten abgearbeitet.  Aber da ich ja schon einige Jahre allein unterwegs war, grämt mich das nicht so. Die Zeit wo keiner mitfahren kann, nutze ich gern, um mal andere Wege zu suchen. Und da ich mich in dieser vorpommerschen Landschaft wohlfühle, finde ich auch immer noch neue unberührte Wege. Am Nachmittag, hat sich dann doch jemand erbarmt mit mir zu spielen. Da gab es noch ein kleine Zusatztour. Ein zweiter kam leider etwas zu spät. Jungs, im September wieder mit mir.

So sollen bald alle Dorfzubringer aussehen.

Selten, Landschaft bis zu Horizont

Nur Hügel oder vielleicht auch Hügelgrab

Manchmal ist es echt Einsam

Der Herbst kommt wieder mit großen Schritten

Produkt für den Arsch ist für den Arsch!

Raucherpause bei Ankunft

So begab es sich, dass ich der Werbung wiedermal auf den Leim ging! Vor einer Woche dachte ich es wäre eine gute Idee, mein jüngeres Duplikat in die Selbständigkeit zu entlassen. Der Plan war es nicht hier zu Tun, da ist der Weg nach Hause zu einfach. Nein es sollte schon ein kleines Meer zwischen uns liegen. Also haben wir den Sohnemann nach Schweden abgeschoben. Da es im Nachbarland komische Regeln mit der Einfuhr von Alkohol gibt, (Um Alkohol einzuführen muss man 20 Jahre zählen) Habe ich ihn begleitet. Der Alkohol war nicht für Ihnen sondern für Bekannte und Freunde. Da sich das Endziel der Reise ungefähr 600 km hinter dem Meer befindet, dachte ich es wäre eine gute Idee, etwas fürs Gesäß zu tun. Denn 600 km am Stück saß ich noch nie auf dem Chopper. Und bei der Tour in den Harz war ich froh, als die rund 450 km ein ende hatten. Also Den Louis Katalog aufgeschlagen und ein Gelkissen ausgesucht. Da stand irgendwas von medizinischem Gel welches den Druck sehr gut verteilt. dadurch hält man länger durch. Empirische Tests mit mir ergaben, es ist mit nichten ein gutes Produkt. Mir tat nicht nur der Arsch weh, jetzt hatte er auch noch Rillen.Überhaupt war die Anreise eine Tortur. Auf der Fähre von Sassnitz nach Trelleborg fanden wir keine Ruhe. Übermüdet fuhren wir von der Fähre auf einen Parkplatz der laut Google dich am Strand liegen soll. In dunkler Nacht fanden wir einen Solchen und legten uns mit den Schlafsäcken unter die Bäume. Ein Idyll. Leichtes Meeresrauschen, Vogelgesang und kaum Verkehr. Für eine Stunde. Dann fuhr ein Aufsitzrasenmäher an uns vorbei. Es muss sich dabei um ein frisiertes Modell aus der Kollektion von “Tom Tayler dem Heimwerkerking” gehandelt haben. Schnell und Laut drehte es seine Runden um uns herum. Ich beschloss ihn zu Ignorieren und kuschelte mich tiefer in den Schlafsack. Zehn Minuten später waren es schon zwei. Was soll das? Sind die Hier nicht ausgelastet? Da die Sonne schon einen höheren Punkt erklommen hat, war auch meine Nachtblindheit vorbei. Ich schaute mich um, und las auf einem Schild: “Golfclub!” Und als ich meine visuellen Sensoren über die Landschaft streifen ließ, entdeckten sie einen Typen in Polo-Shirt und kurzer Hose über das braune Grün rennen. Er zog eine Kaddy hinter sich her. Ein blick auf die Uhr sagte mir: “ Mit den Schweden stimmt etwas nicht!” Es ist 5.30 Uhr wieso will ein Mensch um 5.30 Uhr schon Bälle durch die Gegend prügeln? Kopfschüttelnd sammelten wir die Schlaf und unsere hängenden Tränensäcke ein. Der Plan, wir fahren einfach. Die erste 100 km liefen auch noch. An jeder Haltepause versuchten wir die Augen kurz auf Null zu stellen. Gelang meinem Sohn besser als mir. Auf den nächsten 100 km merkte ich, wie mich ab und an ein Sekundenschlaf übermannte. Das kannte ich bis dato noch nicht. Ich werde echt Alt. Auf dem Rastplatz bei Gränna am Vättern See legten wir uns in den Schatten eines Baumes und Ruhten ein Stunde. Ab hier ging es nur noch in 50 km Schritten vorwärts. Welch eine Qual. Nach 10 Stunden erreichten wir das Wohn- Domizil. Nach dem Einrichten war der Ofen aus. Sohnemann war fertig. Ich war über den Punkt hinaus. Nach dem Schlaftrunk stiegen wir in die Betten. Es war 22.00 Uhr. Auf der Rücktour ließ ich das medizinische Wunderteil in der Satteltasche.  Und was soll ich sagen, sitztechnisch war es besser. Ich habe sogar 2 mal 200 km am Stück geschafft. Trotzdem kam ich nicht unter 9 Stunden. Ich habe mir aber auch Extra einen Weg abseits der Autobahn von Googles zeigen lassen. Da das Navi in Schweden bleiben sollte, habe ich versucht mit Google Map`s nach hause zu finden. Leider habe ich während einer pause am Phon gespielt. Das hat Google mit einer Neuberechnung der Route quittiert. Jetzt fuhr er an der Falschen Seite es Sees vorbei. Ich wollte den Vättern an der Westseite passieren. Auf dem bekannten Rastplatz bei Gränna, befragte ich das Google Orakel erneut, da ich auf keinen Fall auf die Autobahn wollte. Und das Google- Universum zeigte mir eine der schönsten Motorradstrecken die ich in Schweden bisher gesehen habe. Kurven, Seen, Hügel, Berge, Wiesen und Dörfer. Alles Wunderschön schwedisch. An dieser Stelle Danke Google. Leider hat mich das nicht schneller nach Trelleborg gebracht. Warum mich Map`s dann aber am vorhergezeigten Ziel Växjö vorbeigelotst hat und wieder auf die Bahn wollte bleibt mir ein Rätzel. Vielleicht bin ich in dem einem Dorf doch falsch abgebogen. Was ist denn auch “halb rechts”?   Egal um 21 Uhr erreichte ich die Fähre nach Rostock. Da man mit dem Motorrad fast immer ein Plätzchen findet habe ich mich für die 22.00 Uhr Fähre von TT-Line entschieden. 5.30 Uhr war ich auf der Piste nach Hause. Die Nacht war Stürmisch. Da ich auf dem Deck Schlief rüttelte der Wind am Schlafsack. Am Ende kam eine Stunde Schlaf zusammen und brennende Augen. Aber es war mal wieder ein Abenteuer.

Vorbereitung zu Abreise

Rastplatz Gränna mit Blick auf den See

Erster Stopp Golfplatz Trelleborg

Süße Träume auf dem Golfplatz

Und im Bordershop kam noch mehr Bier in Büchsenform dazu

Nicht Alkoholischen wurde nach hinten verstaut.

Ölkühler sind eine gute Erfindung. Hab nur keinen.

Gutshaus Pohnstorf

Hab hier eine Weile ausgesetzt. das heißt nicht, dass wir nicht unterwegs waren. Jetzt in der Urlaubszeit ist es zwar nicht mehr so einfach alle zusammen zu bekommen. Aber es geht ja auch mit Zweierteams. So können wir weitere Orte in die Liste “da kann mal ruhig mal Hin” hinzufügen. Einer dieser Orte ist z.B. Alt Rehse am Tollensesee. Wir hatten schon einmal Anlauf genommen, aber standen vor verschlossener Tür. Auch diesmal war es ähnlich. Aber die Fahrstrecke hat auf jeden Fall entschädigt. Die Strecke führte durch Altentreptow, Groß Teetsleben, Woggersin, Zirzow, Blankenhof, Lapitz auf landschaftlich schönen Pfaden in Richtung Penzlin. Von dort über Lübkow und Siehdichum nach Alt Rehse. Ab und an, mal etwas holprig, aber solange mein Chopper nicht klagt, war die Strecke in Ordnung. Das Café “Bistro Alt Rehse” hatte geöffnet. Der Kuchen wurde wie immer aus einer Vorgabe der Kellnerin ausgewählt. Hier lässt es sich gut sitzen. Leider haben wir nicht herausgefunden, ob man den Park besuchen kann. Das Tor war auf jeden Fall abgeschlossen. Zurück führte Die Strecke über Groß Plasten Stavenhagen und Demmin. Ausgangsort war wie immer Greifswald.

Die nächste Tour führte uns nach Pohnstorf. Startpunkt war hier Stralsund. Hier erwartete uns ein kleines, nettes Gartenkaffee neben dem Gutshaus. Die Strecke war wieder landschaftlich ansprechend. Hügel und Täler mit eingeschlossen. Die Strecke Führte über Franzburg, Triebsees, Gnoien, Altkalen, Küsserow, Lelkendorf, Alt Sürkow. In Alt Sürkow folgt man dem gemalten Schlid mit der Aufschrift Café. Dieses Schild findet man leider nicht wieder. Deshalb merken: links Abbiegen nach Pohnstorf. Das Gefühl treibt einen dann in Richtung Gutshaus. Und schon ist man angekommen. Motorräder Finden überall platz. Wir hätten nie gedacht, dass ein so versteckter ort von Urlaubern gefunden wird. Wird er aber! Und auch viele Fahrradfahrer verirren sich durch die schöne Landschaft bis hier. Das Café befindet sich noch im Aufbau. Der Kuchen und der Kaffee ist gut. Das Servieren geht recht schnell. Bei diesem Wetter ist es angenehm im Garten zu sitzen. Die Temperaturen waren von wohlig Warm bis Sahara Heiß. Ich dachte Zeitweise schon, dass ich nur noch Schaum im  Ölsumpf habe. Aber die Yamaha macht auch bei solchen Temperaturen gut mit. Die Rücktour haben wir frei gewählt. Die Straßen waren Super. Wer die Badehose mit einpackt, kann sich am Pannekower See direkt an der Straße etwas abkühlen.

Die Äcker liegen schon dem Herbst zu Füßen

rechts das Café, grade aus Landschaft

Giebel Gutshaus Pohnstorf

Tante Wally fährt Panzer.

Wohnmobiel Alternative

Auch wenn hier mal längere Zeit kein neuer Artikel erscheint, so sind wir doch unterwegs. Die Überschrift passt eigentlich nicht zusammen. Sie beschreibt aber die letzten beiden Ziele. Ein Kurztrip auf die Insel Usedom so lange sie noch in pommerschen Hand ist. Hier findet man in Neddemin ein kleines Hof-Café, welches mit seinen Eigenkreationen an Kuchen und Torten wirbt. Das kleine Café liegt etwa 100 m vom Parkplatz an der Hauptstraße entfernt. Bei schönem Wetter ist es einen Stopp wert. Man kann schön draußen sitzen. Aber bei schönem Wetter sind auch die Plätze schnell vergeben.

Unser zweites Ziel ein Wochenende später war eine Zeitreise. Das Technische Museum in Pütnitz (bei Ribnitz-Damgarten) hält viele kleine und große Attraktionen bereit. Wer alles genau studieren möchte, sollte aber rechtzeitig anreisen. Drei große Flugzeughangar sind mit Fahrzeugexponaten aus dem gesamten Ostblockbreich vollgestellt. Hier finde jeder sein Schätzchen. Einer unserer Bikerbrüder hat auch sein Vorwende-Untersatz gefunden. Ein Skoda 1000 MB. Da werden Erinnerungen wach. Im Osten zählte man mit einem Viertakt-Fahrzeug zu den wohlhabenden Menschen. Weil so ein altes stück Blech selten und auch teuer im unterhalt war. Den Reparaturen waren aufwendig und teuer. Ersatzteile wurden wie Goldstaub gehandelt. Und nicht jede Werkstatt konnte gleich helfen. So war es immer gut, wenn man jemanden kennt, der einen kennt und man im Gegenzug mit eigenen Spezialleistungen aufwarten konnte. Damals wurde noch Handel zum gegenseitigen Vorteil betrieben. Heute ist es etwas anders. Nimm es, bezahl es und lass dich hier bloß nicht mehr sehen. Schon gar nicht wenn es ärger macht. (Das hohe, teure in China gefertigte Gut) Da kann ich nur den Herman von Veen zitieren:  “ so schön es früher war, ist es früher nie gewesen.” Das gilt auch für die zeit bei der NVA. Glücklicherweise bleiben nur die Guten Sachen haften. Die meisten Menschen haben das Talent zu vergessen. Mir wird nachgesagt, das mir dieses und viele weitere Talente fehlen. Mag sein. Man sollte mir das nicht negativ auslegen. Beim Anblick eines Mannschaftwagen der Marke W 50 oder eines Schützenpanzers BMP-1 (Muckerbus) erinnert man sich an gute und schlechte Zeiten. Und nach 30 Jahren bin ich mir immer noch sicher, dass ich eine Kalaschnikow AK-47 auseinandernehmen und zusammenbauen kann. Sich nicht mehr so schnell. Wer darüber hinaus noch andere Ambitionen hat, der sollte auf den Veranstaltungskalender schauen. https://technikverein-puetnitz.de Das Museum hält einmal im Jahr einen das Ostblock-Fahrzeugtreffen ab. Ein riesen Event. Hier kann man auch mal in einen russischen Kampfpanzer steigen und wird herumkutschiert. Denn da meiste was Ausgestellt ist, läuft auch noch. Für Ökos ist das nichts, denn es gilt Euro 0. Keine Plakette. Ein Afghanistan-Veteran sagte einmal: “Wen stört es im Kampfeinsatz ob der Wolf der Euroabgasnorm entspricht. Er soll mich schnell wegbringen wenn es heiß wird! Da will ich nichts von einer kaputten Lambdasonde wissen. Oder Einspritztechnik die mein Gegner mit dem Handy lahm legen kann.” Das haben die Russen auf jeden fall begriffen.  Auf der Rücktour musste noch eine Abkühlung her. Als ein Eisbecher am Bodstedter Hafen.http://www.flemming-bodstedt.de/restaur.htm Hier liegen die alten Zeesenboote. Früher ein Fischereifahrzeug, heute einfach nur schön.https://de.wikipedia.org/wiki/Zeesenboot

 

Bodstedt am Hafen, die Eiswahl

Bodstedt am Hafen Zeesenbotoe

Das waren noch Zeiten

Dieses Wohnmobil kann fast überall hin

10 Tage Schweden und 2224 km

am Vättern

Wenn Einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen. Bis jetzt ist uns in diesem Jahr ein Traumhafter Sommer geschenkt worden. So auch die 10 Tage in Schweden. Den berühmten schwedischen Sommer haben wir in diesem Jahr voll auskosten können. Auch wenn in Schweden der Sommer erst im Juli losgeht. Hin ging es mit Stenaline und dem Fährschiff Sassnitz. Die Sassnitz ist seid vielen Jahrzehnten unser ständiger Begleiter für das übersetzen nach Schweden. Wir haben mit Ihr schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Ständige Umfirmierung, Umbau usw. Leider befindet sie sich im Augenblick in einem erbärmlichen Zustand. Es wird wie immer nicht investiert, nur rausgezogen. Im Augenblick macht die ganze Sache wieder den Anschein, als ob die kürzeste Verbindung nach Schweden aufgegeben wird. Der Hauptverkehr wird über Rostock gemanagte. So fährt die Sassnitz allein auf der Route und hat deshalb blöde Abfahrt und Ankunftszeiten. Wenn man gegen 18.00 Uhr schwedischen Boden betritt und mit Motorrad und Zelt unterwegs ist, wird es schon schwer eine Unterkunft zu finden. Die Zeltplätze werden in der Vorsaison nur schlecht bewirtschaftet. Wer es bis 13 Uhr nicht an die Rezeption schafft, bleibt draußen. Es steht zwar überall eine Telefonnummer, aber man wird auch sehr oft wegkomplementiert. (Wegen Reichtum geschlossen!) Dazu kommt die Sprachbarriere. Für solch komplizierte Gespräche reicht mein schwedisch nicht. Und englisch gab es an meiner Schule nicht. Nur französisch.Und das habe ich noch nie gebraucht. Ich kann es aber auch nicht mehr. Nach 30 Jahren in Europa unterwegs. Und ich bin nur einmal einer alten Dame begegnet die französisch als Muttersprache hatte. Und sie war aus Belgien. Auch das so gefeierte “Jedermanns Recht”, welches einem wild Camping erlaubt, ist nicht so einfach. Denn man findet im Süden Schwedens nur wenig Stellen, wo dies möglich wäre. Also ist es gut Freunde zu haben. So kamen wir die erste Nacht bei Ystad unter. Ein Freund hat dort ein Sommerhaus. So konnten wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück den Sprung an den Vättern See wagen. Nur 330 km. Aber bei Temperaturen von 25-30 Grad. Im Wald natürlich die 25 Grad. Unser Tagesziel war eigentlich Karlborg am Vättern. Aber von einer früheren Reise kannten wir den Zeltplatz in Fiskebäck in Habo.

Vorbereitung 1. Nacht im Zelt

Ich hatte mir vor der Reise den Rücken verrenkt und mein Sohn kannte die SV noch nicht so gut. Er hat sie gerade von mir übernommen und musste sich an Sitzhaltung und Gewicht erst gewöhnen. Aber der Umstieg von der 125 ziger ist ihm gut gelungen. Es war aber wirklich nötig hier zu halten. Der Arsch brannte. Auch hier sah man den Inhaber des Platzes bei den Saisonvorbereitungen. Nur gut, dass es direkt am Platz wohnt. Aber einen Elchburger wie vor zwei Jahren gab es noch nicht. Am Abend badete ich die Füße im Vättern See. Wegen des Rückens blieb der Rest draußen. (Mann ich werde alt) Am nächsten morgen dann die warme Dusche. Denn trotz viel Sonne am Tag, viel das Thermometer in der Nacht auf 10°C. Es war echt frisch im Zelt. Gegen zehn Uhr war alles wieder auf den Bikes und wir nahmen die nächste Etappe in Angriff. Endziel sind weitere Freunde bei Katrineholm. hier wollten wir unser Lager für 3 Nächte aufschlagen. Denn Besuch fängt bekanntlich nach drei Tagen an zu stinken. Und bei den Temperaturen konnte man das wörtlich nehmen. Der erste zwischen Stopp war also Karlsborg. Hier gibt es eine große Festung. Diese ist auch immer noch vom Militär bewirtschaftet. (Entschuldigung mir viel nichts besseres ein als bewirtschaftet) Nettes kleines Städtchen in dem wir uns sicher wohlgefühlt hätten, wenn wir hier wohnen müssten. Das Mittag viel uns in Ackersund auf den Teller. Natürlich ein Burger nach Hausmacher Art. Burger gibt es hier an allen Ecken. Auch daran kann man sehen, wie amerikanisch Schweden ist. Aber bei uns sieht es ja nicht anders aus. Burger gibt es in jeder Kneipe, die sich keinen Koch leisten will. Hier in Ackersund trafen wir auf ein deutsches “Harley Davidson” Gespann. Zwei Damen in Begleitung eines Herrn. Jeder mit seiner eigenen HD. Wenn sich Deutsche treffen, werden auch ein paar Worte gewechselt. Diese Truppe war auf dem Weg in Richtung Stockholm. Dort findet jedes Jahr ein Choppertreffen statt. http://www.custombikeshow.se/indexE.html Ähnlich Daitonaweek in den USA. erst nach einer Weile des Gespräches fiel mir auf, dass der nette Biker eines Armes verlustig war. Frech wie ich bin, fragte ich als wäre es ganz normal, wie er denn sein Bike bedient. Gas ist links und Bremse ist kombiniert. Beim Aufbruch setzte er seine Prothese an die unter dem Jacken Ärmel verschwand. Beim gehen erzählte er noch eine Geschichte über sein Tom Tom. Er wollte hier in Schweden Kurven fahren. Und das Navi führte ihn an jedem Bauernhof vorbei der auf der Karte gespeichert war. Über Schotterpisten und schlechte Straßen. Nach einer Weile haben die Damen gestreikt und kauften sich eine Karte. Die haben wir leider auch vergessen! Aber das kommt später.  Auch Ackersund ist nett anzuschauen und das kleine Restaurant (Imbiss) liegt schön am Wasser. Weiter ging es in Richtung Örebro. Ja die Wiege des Prinzgemahls. Hier wurde uns wieder deutlich wie schön die EU für seine Mitgliedsländer sorgt. Hier muss mächtig Geld nach Schweden geflossen sein. Überall werden Straßen verbreitert, umgebaut und neu gebaut. Und auch sonst gibt es wohl einen Bauboom. Da Sohnemann noch so seine Probleme mit der SV hatte, schwang bei ihm die ständige Angst um den Tankinhalt mit. Auch die Beteuerung, dass er erst tanken müsse, wenn ich es muss schien ihn nur wenig zu beruhigen. So lief der Kilometerzähler auf die von mir festgesetzten 250 km zu und die nächste, im Navi angezeigte Tanke gab es nicht mehr. Und zu allem Unglück schickte uns das Navi in den Wald, weil diese Strecke kürzer ist. Jetzt fuhren wir genau auf den Pisten die der Harley Mann mit seinen Tom Tom gefunden hatte. Viel Kurve, viele Bauernhöfe und viel schlechte Straße. aber vor allem keine Tanke. Aber an die habe ich nicht wirklich gedacht. Ich war mit Staunen beschäftigt. Denn ich bin immer wieder verblüfft, wie gut der “Slow Walker” (Yamaha VXS 1100) solche Bedingungen wegsteckt. Und dabei ist er nicht unbedingt langsam. eigentlich ist das kein schlechtes Motorradkonzept. Ich hadere aber immer noch mit dem Motor. Ein paar Pferde mehr und weniger Geräuschkulisse wären perfekt. Das Endziel kam näher und auch eine Tankstelle. Alle sind zufrieden. Hier bei unseren Freunden haben wir eine Auszeit genommen. Es ist alles da, was man für schwedische Lebensart braucht. Häuschen am Fluss, viel Natur, Pool, Sonne. So haben wir den schwedischen Sommer etwas vorgezogen. Und damit die tage nicht lang werden, half ich dem Hausherren etwas. Denn ein Schwede hat immer viele Projekte laufen. Treppe bauen war angesagt. Ich selbst bin handwerklich nicht unbegabt, aber das war meine erste Treppe. Was dabei festzustellen war, sind die unterschiede zwischen schwedischen und deutschen denken. Wir bauen so gut wie möglich, die Skandinavier so gut wie nötig. Vielleicht hat das was mit Walhalla zu tun. Nichts ist für die Ewigkeit außer essen, trinken und kämpfen. Wir Deutschen bauen immer für Kinder und Kindeskinder. Übrigens heißt es in Schweden immer noch so. Enkel ist wörtlich übersetzt Kindkind. Herrlich so ein Leben, vormittags Arbeiten und nachmittags mit den Gören im Pool planschen. Und Abend ein Bier, zwei Bier und einen Rum. Und schon war die Zeit um. Sonntagmittag war Aufbruch. Also nicht anfangen zu Stinken. Wir haben die Gastfreundschaft genug strapaziert. Nächstes Ziel Kristinehamn am Värnern See. Und der Planet drückt. 30 Grad offene Landschaft. kein kühlender Wald. Also die Luftlöcher an der Pharao-Hose geöffnet, T-Shirt und Lederweste. Und trotzdem Warm. Am Abend leichter Sonnenbrand auf den Armen und im Gesicht. Für heute Abend wollte ich Luxus. Eine Hütte mit eignem WC und Dusche. Genau das bekamen wir mit Blick auf den See. Nur blieb die Dusche kalt. Wie gesagt, noch keine Saison, noch nichts gepflegt und in Schuss. An diesem Abend funktionierte der Herd und der Kühlschrank. Zur Nudelsuppe mit Würstchen gab es kaltes Faxebier. Leider die letzten beiden mit mehr als 3,5%. Ab nun wird die Versorgung etwas teurer oder sogar sehr eng. Was soll`s, die Betten waren in Ordnung. Am nächsten Morgen weckte uns ein Donner aus dem Schlaf. Unsere Nachbarn starteten ihre Harleys und waren schon früh verschwunden. Die beiden Schweizer haben uns erzählt, dass sie in einem Ritt von Zürich nach Kiel gerutscht sind. Das ist eine Leistung. 1000 km auf einer Custom Harley die “Knochenbrecher” heißt und auch noch so aussieht. Alle Achtung. Die beiden erzählten, dass sie jedes Jahr so eine Tour machen und immer in ein anderes Land. Das ist Stark. Leider war ihre Route entgegengesetzt unserer. Wir kamen aus Richtung Stockholm und sie wollten dort hin. Wäre bestimmt lustig geworden wenn es anders wäre. Unsere Tages Etappe lautete Richtung Westküste. Ab in die Schären. Aber auch wir wollten auch ein wenig mehr vom Vänern sehen. Leider ist das nicht so einfach. Die Küste des Sees ist zerklüftet und nur an wenigen stellen bekommt man einen Blick auf den ganzen See. Dann kann man schon denken, es handelt sie um ein mehr. In Amål gab es eine Kaffeepause mit Cappuccino. Natürlich mit Blick aufs Wasser. Von dort aus hangelten wir uns durch schöne Landschaften in Richtung Ed. Und von Ed aus sollte es nach Tanumshede gehen. In der Nähe suchten wir nach einem Nachtlager. Auch hier gab es eigentlich keine Möglichkeit sein Lager irgendwo am Weges- Rein aufzuschlagen. Und die Zeltplätze waren wie immer nicht besetzt. Durch die Bemühung von Google fanden wir ein Teures Nachtlager in Grebbestad. Ein Zeltplatz von aller feinsten Güte. Mit einer jungen Dame an der Rezeption. Mein Co. versteht wenig vom Flirten und so blieb es Teuer. Als Biker waren wir hier nicht wirklich beliebt. Und dann noch Zelt. Damit erklärte man uns zur untersten Kaste. Denn hier standen die teuersten Wohnmobile mit Norwegischen Kennzeichen. Und weil die Norweger Geld hatten, mussten wir es zwangsläufig auch haben, wenn wir bleiben wollten. Grebbestad ist eine Urlauberstadt. sie liegt in einem Fjord umgeben von Granitfelsen. Hierher dringt nicht einmal der Seewind. Und aus diesem Grund staute sich hier die Wärme. Rund 35 Grad und kein Schatten. Da half auch die teure Cola nicht weiter. Aber es erklärt, warum sich die Norweger hier aufwärmen. Wer nur Regen und kälte kennt, sieht hier ein Paradies. Und in der Saison, ist hier sicher der Teufel los. Gegen 10.00 Uhr verschwanden wir im Zelt und versuchten zu Schlafen. Ich wollte gegen 10.00 Uhr des nächsten Tages den Platz verlassen. Am nächsten Morgen begann die Routine und gegen 11.30 Uhr kamen wir beim Museum in Tanumshede an.  http://www.vitlyckemuseum.se/

Tanumshede Vitlycke

Hier wollte ich einen Blick in die Steinzeit werfen. Hier gibt es die ältesten Felszeichnungen. Das Museum ist Kostenfrei und ist nicht uninteressant aufgebaut. Auf dem großen, weißen Stein gegenüber des Museums sind viele Abbildungen über die die Wissenschaft grübelt. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich darin nur, dass Kinder dort Schiffe versenken gespielt haben. Das alles immer ein großer Kult Ort sein muss, leuchte mir nicht ein. Unsere Kids machen auch Graffiti aus langer Weile. Aber da sind Leute die fürs spekulieren mehr Geld bekommen. Unser nächstes Ziel an diesem Tag, ein Schlafplatz in der nähe von Göteborg. Immer schön an der Westküste entlang. Mit Zwischenstopps. Unterwegs bei einem Einkauf musste auch der Biervorrat für den Abend aufgebessert werden. Frei erhältlich im Laden sind Biere bis 3,5 %. Es reicht nicht um sich in den Schlaf zu trinken. Aber da reichen auch keine 4,5 oder 5,0 % mehr. Wichtig war nur den Flüssigkeitshaushalt in Gang zu halten. Und das nicht mit Öko Wasser oder Tee. Die Landschaft wurde immer besser. Die Sonne und die Schären gehören einfach zusammen. Auch die Strecke die unser Navi herausgesucht hat, war einfach nur Super. Scheiß auf Tom Tom! In Marstrand angekommen, war es wieder Zeit für eine Pause und ein paar Fotos. Marstrand habe ich eigentlich für den Herrentag herausgesucht. Aber für Biker ist das hier nichts. Jetzt im Juni ist immer noch nichts los. Und wie überall, schläft die Region noch. Pensionen und Hotels beginnen auch hier erst mit der Vorbereitung auf den Runn. Also kurzer Hand entschieden und weiter Richtung Göteborg. Der Sohnemann hat durch seine Musik auch hier Kontakte. So wurde uns ein Schlafplatz im Vandrahem von Kungsälv empfohlen. Privat kamen wir leider nicht unter, da man auf uns in keinster Weise vorbreitet war. Also wie in Deutschland. An der Rezeption wurde Glücklicherweise deutsch gesprochen. Und um allen aus dem Weg zu gehen, mieteten wir eine Hütte. Inhalt 2 Doppelstockbetten, Kühlschrank, Fernseher und Mikrowelle. Mehr brauchten wir nicht. Wir hatten ja Bier. Am Abend raften wir uns zu einem kleinen Spaziergang zur gegenüberliegenden Festung auf. Leider wussten wir nicht, dass am nächsten Tag der schwedische Nationalfeiertag ist. Hier wurde eine Bühne aufgebaut und das betreten der Festung haben wir ausgelassen. Aber eine Beeindruckende Höhe haben die Mauern schon. Leider gibt das Foto nichts her. Am Abend überlegten wir, ob es sinnvoll wäre direkt nach Göteborg zu fahren. Einige Gesprächspartner haben uns abgeraten. Eine Großstadt wie jede andere. Das war der O-Ton. Am nächsten Tag legten wir im Navigationsgerät das Ziel Bolmen (See) fest. Dabei streiften wir nur kurz die Infrastruktur von Göteborg. Und ich musste feststellen, “ich bin zu alt für diese Scheiße”! Berlin ist übersichtlicher. Neben den vielen Baustellen brachten mich auch die doppelten und dreifachen Kreisverkehre aus dem Konzept des entspannten Cruisens.  Wär der Meinung ist, dass die Schweden eher defensive Fahrer sind, muss Göteborg erleben. Aber vielleicht hat man das Gefühl der Verletzlichkeit im Auto nicht. Sollte ich es noch einmal versuchen, dann nicht mit Motorrad. Nach einer Stunde Fahrt haben wir den Geruch der Stadt hinter uns gelassen. Die Herzbeklemmung ließ wieder nach. Maschine und Hirn befanden sich wieder im Cruiser-Modus. Vorbei an Seen und Flüssen, durch Wälder und Dörfer. Als wir in die Nähe des Bolmen kamen, zeigte unsere Navigationshilfe wieder vollen Einsatz. Besser kann man Straßen nicht fahren. Kurven und kaum Verkehr, was will das Bikerherz mehr? Gegen 16.30 Uhr kamen wir auf dem Camping-Platz unserer Wahl an. Nach kurzem warten, stand der Platzwart neben uns. Das Einchecken lief auf Deutsch. Und absolut entspannt und einfach. Nur ein Tablet und ein Kreditkartenlesegerät. Das Zelt direkt am See. Einfach und Gut. Die letzten beiden Biere begleiteten das Abendessen die Speiseröhre hinunter. Bis um 20.00 Uhr saßen wir am See und führten Zukunftsgespräche. Dann ging es in die Koje. Wir hatten uns vorgenommen Schweden zu verlassen und die 14.00 Fähre zu bekommen. Das bedeutete um spätestens 8.00 Uhr den Hof zu verlassen. Dabei half am nächsten Morgen unsere Packroutine. Im Handumdrehen waren die Pferdchen gesattelt. Jetzt noch 214 km bis zur Fähre. Wie gesagt, Motorrad-Kilometer. Aber wir schafften es. Pünktlich erreichten wir die Stenaline “Skone”. Wir hatten nicht vorgebucht. Aber aus Erfahrung wussten wir: Motorräder passen immer mit drauf. Da die Fähre nach Sassnitz nur einmal am Tag ablegt, mussten wir den Umweg über Rostock in kauf nehmen. Sechs Stunden lange Weile. Wir haben alles überstanden. Und ich würde es immer wieder tun. So lange die Knochen mich tragen.

Die letzten Biere

Bolmen See Abendbrot

Bolmen See Abendbrot von vorn

Bolmen See

Mal wieder Gelände, nicht immer führen Straßen zum Ziel

Festung Marstrand

Hütte in Kungsälv

Festungs Kungsälv

Festung Kungsälv von der anderen Flussseite

Abendbrot in Kungsälv

Walderdbeeren. Mit original Aroma

Marrstrand

Auf dem Weg nach Marstrand

Schären 01

Richtung Marstrand

Schären 02

Richtung Tanumshede

Richtung Tanumshede

Tanumshede Vitlycke

Tanumshede Vitlyckemuseum

Vitlycke Museum

Vitlycke Museum

Campen im Gehege von Grebbestad

Urlauberort Grebbestad

Kein Bier in Grebbestad

Grebbestad

Grebbestad 35 Grad und kein Schatten.

Grebbestad

Richtung Grebbestad

Vom Väner See Richtung Ed

Pause in Richtung Tanum

Pause in åmål am Vänern See

Sonnenuntergang am Vänern

Vorgelagerte Insel am Zeltplatz Kristinehamn (Vänern)

Campingplatz Kristinehamn (Vänern)

Badespaß am Vänern

Richtung Vänern

Richtung Vänern

Richtung Karlsborg

Richtung Karlsborg

Karlsborg am Vättern

Ackersund

Ackersund

Ackersund

Krebsessen

Krebsessen bei Freunden

Richtung Vänern

Vättern um 10.00 Uhr

Abendessen in Habo Camping

Füsse waschen im Vättern See

am Vättern

Habo am Vättern

30 km/h Auto, mit 15 Jahren fahrbar

Vorbereitung 1. Nacht im Zelt

Pause Richtung Vättern

Pause in Höör

erste Nacht bei Freunden