Cappuccino-Racer

Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Viele Bikes und viel Stahl ergeben ein Loch in der Kasse.

Blick vom alten Hebewerk

Ein wunderschönes Wochenende im Oktober. Besser kann ein Herbsttag nicht sein um noch einmal eine große Tour zu fahren. Lange haben wir darüber gesprochen und nun Stimmen Zeit, Wetter und Lust über ein. Auf geht es zum Schiffshebewerk. Ein paar Zwischenpunkte auf dem Navi eingegeben. Und los geht es. 10.00 Treffpunkt und es ist noch kühl. Auch wenn die Sonne schon am Himmel steht. Die Strecke soll und am Werbellinsee vorbeiführen. Eine Straße immer schön am See entlang. Aber manchmal kann ich die Wege des Navis nicht nachvollziehen. Ich habe extra Wildau eingegeben. Von uns aus ist das am unteren Ende des See. Und Autobahn meiden war angekreuzt. Hat alles nicht genützt. Besser wäre wohl Joachimstal gewesen. Das Navi hat die schöne Strecke ausgelassen und ist von der Rückseite an Wildau herangefahren. Ja, “die Wege des Herrn Navi sind unergründlich!” Was soll`s. Auf Grund der vorangeschrittenen Zeit habe ich mich kurz geärgert. Neues Ziel Schiffshebewerk Niederfino. Die Strecke von Eberswalde nach Liepe ist für Motorradfahrer ein Fest. Von Eberswalde bis Liepe geht es Kurvenreich durch den Wald den Berg hinauf. Fast eine kleine Harztour. Für uns als Flachlandfahrer immer wieder etwas besonderes. Hinter der letzten Kurve liegt der Blick auf`s Neue, sowie alte Hebewerk frei. Es sind beides erhabene Konstruktionen. Da wir nun schon über vier Stunden im Sattel saßen, meldetet sich ein hohles Organ und bat um Füllung. Also Bikes schnell in die Reihe mit vielen anderen Zweirädern angestellt und einen Platz bei den vier Imbiss-Containern gesucht. Currywurst mit Pommes. Da wir auch noch eine Bergbesteigung vor uns hatten, passte auch noch ein kleines Pilz. Das wir ja sicher schon bei der Ankunft auf dem Stahlkollos verbrand sein. Plätze zu bekommen war nicht einfach. Viele Menschen In Lederkluft suchten danach. Aber wir hatten Glück. Nach dem Verzehr der edlen Speisen sollte es nun auf den Eisenhaufen gehen. So standen wir vor den Automaten und tippten auf den Button herum. Nach dem wir feststellten, dass wir keine Gruppe waren, sog sich jeder ein Ticket für 3 Euronen. An der Drehtür standen die Provinzler vor der nächsten Aufgabe. Man musste herausfinden, dass das Drehkreuz erst den Weg freigibt, wenn die Karte wieder herausgezogen wird. Ingenieure Denken halt anders. Und wir konnten beobachten, dass dieser Umstand nicht nur uns zu schaffen machte. Die Besteigung der Nordwand mit Karabiner und Seil haben wir weggelassen. Oben angekommen, hat jeder mal sein Alter geschätzt. Ich kann sagen, so alt werde ich nicht wie ich mich fühle. Die Erkenntnis, dass etwas getan werden muss, liegt schon lange wie schwerer Nebel über mir in der Luft. Aber der Schweinehund sitzt mit seinen fetten Beinen um meinen Hals geschlungen auf den Schultern. Er reite mich zu Tode. Das Hebewerk an sich ist, immer noch ein Wunder der Technik. Entstanden durch viele Hände Arbeit. Und es ist wirklich eine Reise wert. Die Brandenburger wissen es. Was sie aber wohl auch nicht wussten, ist die Touristenfalle von Liepen. Seid 2016 schleicht ein Parkraumwächter durch die Lande. Und sein Raubzug hatte Erfolg. Der Bescheid brachte ein Zahlungsaufforderung von 15 € ins Haus. Die Masse ist gut für die Kasse! So hat er an diesem Tag grob geschätzt 1500 € Minimum eingenommen. Dafür hätte ich lieber noch einen Currywurst genommen. Also aufgepasst, “ ein Gespenst geht um die Welt”!  Egal, der Tag war trotzdem nicht zu toppen. Auf dem Weg in die nördlichen Gefilde, fuhren wir in die Nacht hinein. Plötzlich erinnerte man sich, der Herbst lässt die Sonne auch früher sinken. Der Scheinwerfer warf sein Licht auf die feucht werdende Straße. Leider nicht alles. Er könnte auch gezielter werfen. Jetzt ging mir ein Licht auf, warum so viele Chopper mit ihren Leuchtgirlanden unterwegs sind. Drei Lampen an der Front. Aber eigentlich ging es. Die Straße ist das dunkle Band ohne Bäume. Man kann sich ja vortasten. Leider war diese Tour für einige von uns auch die letzte in dieser Saison. Das Wetter ist schlagartig auf Null. Für die Anderen kommen noch ein paar Tage im November. Mit Pelzjacke und Stricksocken.

Das neue Hebewerk in Beton. Wird bis zur ersten Sanierung nicht lange brauchen.

Technik die heute noch begeistert

Altes Schiffshebewerk
Niederfino

Vorsicht Falle !
Hier nicht Parken!

Der Urlaub ist schon lange vorbei

Ein guter Cappuccino in der Alten Schmiede

Wie jedes Jahr ist bis zum großen Sommerurlaub in Action und danach ist man down. So erklärt sich auch, dass hier so lange nichts zu lesen war. Alles was man vor dem Urlaub nicht geschafft hat, wurde weder von den Heinzel – noch Mainzelmännchen erledigt. Wer es nicht selbst macht, der bracht das nötige Geld oder Stellung, um es machen zu lassen. Beides habe ich nicht. Ich habe mir aber Mühe gegeben für mein Hobby Zeit zu finden. So sind auch im September noch einige kleine Touren zu Stande gekommen. Dabei hat sich aber auch ein leidliches Problem gezeigt. Ich habe hier schon des Öfteren davon berichtet. Es mangelt an Zielen für Biker. Gerade, wenn es jetzt im Herbst kürzere Touren werden sollen. 150 km reichen. Die Temperaturen machen ja nicht mehr so richtig Spaß. So kommt es, dass wir Orte anfahren, die wir schon kennen. Deshalb Zähle ich diese hier nur kurz auf. Vielleicht ist ja für den Einen Oder Anderen doch etwas dabei. Kaffee trinken im Ivenacker Park.  Kaffee trinken in der „Alten Schmiede“ beim Kranich-Hotel in Hesseburg bei Saal. Kaffee trinken in Aalbude am Kummerower See

Einrichtung im Stiel der 50-60 ziger mit Prima Helmablage

Naturidyll Tollense

Es geht um die vier Eichen im Vordergrund

einfach mal 1 Stunde im Grass gelegen und in die Luft geschaut.

Der Slow Walker kann auch solche Wege fahren.

Sollte es Sturm geben,bleibt dieser Acker nicht hier liegen.

Kaffee trinken am Kummerower See

Letzte Ausfahrt vor Familienurlaub. Wenn die anderen Kinder nicht mit dir spielen wollen.

Pause mit Slow Walker

Da rufste zum Ausritt und keiner kann. Manchmal ist es komisch. Da kommen einem sofort die Gedanken was man wohl wieder falsch gemacht hat. Hab ich hier im Blog wieder etwas geschrieben, was falsch verstanden wurde? Oder Hast du etwas gesagt, was unter der Gürtellinie lag? Warst du wieder Arrogant? Nein, das kann alles nicht sein. Denn ich mache keine Fehler, ich sage nie etwas Falsches und wer meint ich sei ein arrogantes Arschlo… soll leine ziehen. Trifft also alles nicht auf den Besten der Besten zu.

In diesem Fall war es aber nur eine schlechte Terminlage aller beteiligten. Und das bleibt auch noch bis in den September so. Dann haben alle den Urlaub mit ihren Liebsten abgearbeitet.  Aber da ich ja schon einige Jahre allein unterwegs war, grämt mich das nicht so. Die Zeit wo keiner mitfahren kann, nutze ich gern, um mal andere Wege zu suchen. Und da ich mich in dieser vorpommerschen Landschaft wohlfühle, finde ich auch immer noch neue unberührte Wege. Am Nachmittag, hat sich dann doch jemand erbarmt mit mir zu spielen. Da gab es noch ein kleine Zusatztour. Ein zweiter kam leider etwas zu spät. Jungs, im September wieder mit mir.

So sollen bald alle Dorfzubringer aussehen.

Selten, Landschaft bis zu Horizont

Nur Hügel oder vielleicht auch Hügelgrab

Manchmal ist es echt Einsam

Der Herbst kommt wieder mit großen Schritten

Produkt für den Arsch ist für den Arsch!

Raucherpause bei Ankunft

So begab es sich, dass ich der Werbung wiedermal auf den Leim ging! Vor einer Woche dachte ich es wäre eine gute Idee, mein jüngeres Duplikat in die Selbständigkeit zu entlassen. Der Plan war es nicht hier zu Tun, da ist der Weg nach Hause zu einfach. Nein es sollte schon ein kleines Meer zwischen uns liegen. Also haben wir den Sohnemann nach Schweden abgeschoben. Da es im Nachbarland komische Regeln mit der Einfuhr von Alkohol gibt, (Um Alkohol einzuführen muss man 20 Jahre zählen) Habe ich ihn begleitet. Der Alkohol war nicht für Ihnen sondern für Bekannte und Freunde. Da sich das Endziel der Reise ungefähr 600 km hinter dem Meer befindet, dachte ich es wäre eine gute Idee, etwas fürs Gesäß zu tun. Denn 600 km am Stück saß ich noch nie auf dem Chopper. Und bei der Tour in den Harz war ich froh, als die rund 450 km ein ende hatten. Also Den Louis Katalog aufgeschlagen und ein Gelkissen ausgesucht. Da stand irgendwas von medizinischem Gel welches den Druck sehr gut verteilt. dadurch hält man länger durch. Empirische Tests mit mir ergaben, es ist mit nichten ein gutes Produkt. Mir tat nicht nur der Arsch weh, jetzt hatte er auch noch Rillen.Überhaupt war die Anreise eine Tortur. Auf der Fähre von Sassnitz nach Trelleborg fanden wir keine Ruhe. Übermüdet fuhren wir von der Fähre auf einen Parkplatz der laut Google dich am Strand liegen soll. In dunkler Nacht fanden wir einen Solchen und legten uns mit den Schlafsäcken unter die Bäume. Ein Idyll. Leichtes Meeresrauschen, Vogelgesang und kaum Verkehr. Für eine Stunde. Dann fuhr ein Aufsitzrasenmäher an uns vorbei. Es muss sich dabei um ein frisiertes Modell aus der Kollektion von “Tom Tayler dem Heimwerkerking” gehandelt haben. Schnell und Laut drehte es seine Runden um uns herum. Ich beschloss ihn zu Ignorieren und kuschelte mich tiefer in den Schlafsack. Zehn Minuten später waren es schon zwei. Was soll das? Sind die Hier nicht ausgelastet? Da die Sonne schon einen höheren Punkt erklommen hat, war auch meine Nachtblindheit vorbei. Ich schaute mich um, und las auf einem Schild: “Golfclub!” Und als ich meine visuellen Sensoren über die Landschaft streifen ließ, entdeckten sie einen Typen in Polo-Shirt und kurzer Hose über das braune Grün rennen. Er zog eine Kaddy hinter sich her. Ein blick auf die Uhr sagte mir: “ Mit den Schweden stimmt etwas nicht!” Es ist 5.30 Uhr wieso will ein Mensch um 5.30 Uhr schon Bälle durch die Gegend prügeln? Kopfschüttelnd sammelten wir die Schlaf und unsere hängenden Tränensäcke ein. Der Plan, wir fahren einfach. Die erste 100 km liefen auch noch. An jeder Haltepause versuchten wir die Augen kurz auf Null zu stellen. Gelang meinem Sohn besser als mir. Auf den nächsten 100 km merkte ich, wie mich ab und an ein Sekundenschlaf übermannte. Das kannte ich bis dato noch nicht. Ich werde echt Alt. Auf dem Rastplatz bei Gränna am Vättern See legten wir uns in den Schatten eines Baumes und Ruhten ein Stunde. Ab hier ging es nur noch in 50 km Schritten vorwärts. Welch eine Qual. Nach 10 Stunden erreichten wir das Wohn- Domizil. Nach dem Einrichten war der Ofen aus. Sohnemann war fertig. Ich war über den Punkt hinaus. Nach dem Schlaftrunk stiegen wir in die Betten. Es war 22.00 Uhr. Auf der Rücktour ließ ich das medizinische Wunderteil in der Satteltasche.  Und was soll ich sagen, sitztechnisch war es besser. Ich habe sogar 2 mal 200 km am Stück geschafft. Trotzdem kam ich nicht unter 9 Stunden. Ich habe mir aber auch Extra einen Weg abseits der Autobahn von Googles zeigen lassen. Da das Navi in Schweden bleiben sollte, habe ich versucht mit Google Map`s nach hause zu finden. Leider habe ich während einer pause am Phon gespielt. Das hat Google mit einer Neuberechnung der Route quittiert. Jetzt fuhr er an der Falschen Seite es Sees vorbei. Ich wollte den Vättern an der Westseite passieren. Auf dem bekannten Rastplatz bei Gränna, befragte ich das Google Orakel erneut, da ich auf keinen Fall auf die Autobahn wollte. Und das Google- Universum zeigte mir eine der schönsten Motorradstrecken die ich in Schweden bisher gesehen habe. Kurven, Seen, Hügel, Berge, Wiesen und Dörfer. Alles Wunderschön schwedisch. An dieser Stelle Danke Google. Leider hat mich das nicht schneller nach Trelleborg gebracht. Warum mich Map`s dann aber am vorhergezeigten Ziel Växjö vorbeigelotst hat und wieder auf die Bahn wollte bleibt mir ein Rätzel. Vielleicht bin ich in dem einem Dorf doch falsch abgebogen. Was ist denn auch “halb rechts”?   Egal um 21 Uhr erreichte ich die Fähre nach Rostock. Da man mit dem Motorrad fast immer ein Plätzchen findet habe ich mich für die 22.00 Uhr Fähre von TT-Line entschieden. 5.30 Uhr war ich auf der Piste nach Hause. Die Nacht war Stürmisch. Da ich auf dem Deck Schlief rüttelte der Wind am Schlafsack. Am Ende kam eine Stunde Schlaf zusammen und brennende Augen. Aber es war mal wieder ein Abenteuer.

Vorbereitung zu Abreise

Rastplatz Gränna mit Blick auf den See

Erster Stopp Golfplatz Trelleborg

Süße Träume auf dem Golfplatz

Und im Bordershop kam noch mehr Bier in Büchsenform dazu

Nicht Alkoholischen wurde nach hinten verstaut.

Ölkühler sind eine gute Erfindung. Hab nur keinen.

Gutshaus Pohnstorf

Hab hier eine Weile ausgesetzt. das heißt nicht, dass wir nicht unterwegs waren. Jetzt in der Urlaubszeit ist es zwar nicht mehr so einfach alle zusammen zu bekommen. Aber es geht ja auch mit Zweierteams. So können wir weitere Orte in die Liste “da kann mal ruhig mal Hin” hinzufügen. Einer dieser Orte ist z.B. Alt Rehse am Tollensesee. Wir hatten schon einmal Anlauf genommen, aber standen vor verschlossener Tür. Auch diesmal war es ähnlich. Aber die Fahrstrecke hat auf jeden Fall entschädigt. Die Strecke führte durch Altentreptow, Groß Teetsleben, Woggersin, Zirzow, Blankenhof, Lapitz auf landschaftlich schönen Pfaden in Richtung Penzlin. Von dort über Lübkow und Siehdichum nach Alt Rehse. Ab und an, mal etwas holprig, aber solange mein Chopper nicht klagt, war die Strecke in Ordnung. Das Café “Bistro Alt Rehse” hatte geöffnet. Der Kuchen wurde wie immer aus einer Vorgabe der Kellnerin ausgewählt. Hier lässt es sich gut sitzen. Leider haben wir nicht herausgefunden, ob man den Park besuchen kann. Das Tor war auf jeden Fall abgeschlossen. Zurück führte Die Strecke über Groß Plasten Stavenhagen und Demmin. Ausgangsort war wie immer Greifswald.

Die nächste Tour führte uns nach Pohnstorf. Startpunkt war hier Stralsund. Hier erwartete uns ein kleines, nettes Gartenkaffee neben dem Gutshaus. Die Strecke war wieder landschaftlich ansprechend. Hügel und Täler mit eingeschlossen. Die Strecke Führte über Franzburg, Triebsees, Gnoien, Altkalen, Küsserow, Lelkendorf, Alt Sürkow. In Alt Sürkow folgt man dem gemalten Schlid mit der Aufschrift Café. Dieses Schild findet man leider nicht wieder. Deshalb merken: links Abbiegen nach Pohnstorf. Das Gefühl treibt einen dann in Richtung Gutshaus. Und schon ist man angekommen. Motorräder Finden überall platz. Wir hätten nie gedacht, dass ein so versteckter ort von Urlaubern gefunden wird. Wird er aber! Und auch viele Fahrradfahrer verirren sich durch die schöne Landschaft bis hier. Das Café befindet sich noch im Aufbau. Der Kuchen und der Kaffee ist gut. Das Servieren geht recht schnell. Bei diesem Wetter ist es angenehm im Garten zu sitzen. Die Temperaturen waren von wohlig Warm bis Sahara Heiß. Ich dachte Zeitweise schon, dass ich nur noch Schaum im  Ölsumpf habe. Aber die Yamaha macht auch bei solchen Temperaturen gut mit. Die Rücktour haben wir frei gewählt. Die Straßen waren Super. Wer die Badehose mit einpackt, kann sich am Pannekower See direkt an der Straße etwas abkühlen.

Die Äcker liegen schon dem Herbst zu Füßen

rechts das Café, grade aus Landschaft

Giebel Gutshaus Pohnstorf

Tante Wally fährt Panzer.

Wohnmobiel Alternative

Auch wenn hier mal längere Zeit kein neuer Artikel erscheint, so sind wir doch unterwegs. Die Überschrift passt eigentlich nicht zusammen. Sie beschreibt aber die letzten beiden Ziele. Ein Kurztrip auf die Insel Usedom so lange sie noch in pommerschen Hand ist. Hier findet man in Neddemin ein kleines Hof-Café, welches mit seinen Eigenkreationen an Kuchen und Torten wirbt. Das kleine Café liegt etwa 100 m vom Parkplatz an der Hauptstraße entfernt. Bei schönem Wetter ist es einen Stopp wert. Man kann schön draußen sitzen. Aber bei schönem Wetter sind auch die Plätze schnell vergeben.

Unser zweites Ziel ein Wochenende später war eine Zeitreise. Das Technische Museum in Pütnitz (bei Ribnitz-Damgarten) hält viele kleine und große Attraktionen bereit. Wer alles genau studieren möchte, sollte aber rechtzeitig anreisen. Drei große Flugzeughangar sind mit Fahrzeugexponaten aus dem gesamten Ostblockbreich vollgestellt. Hier finde jeder sein Schätzchen. Einer unserer Bikerbrüder hat auch sein Vorwende-Untersatz gefunden. Ein Skoda 1000 MB. Da werden Erinnerungen wach. Im Osten zählte man mit einem Viertakt-Fahrzeug zu den wohlhabenden Menschen. Weil so ein altes stück Blech selten und auch teuer im unterhalt war. Den Reparaturen waren aufwendig und teuer. Ersatzteile wurden wie Goldstaub gehandelt. Und nicht jede Werkstatt konnte gleich helfen. So war es immer gut, wenn man jemanden kennt, der einen kennt und man im Gegenzug mit eigenen Spezialleistungen aufwarten konnte. Damals wurde noch Handel zum gegenseitigen Vorteil betrieben. Heute ist es etwas anders. Nimm es, bezahl es und lass dich hier bloß nicht mehr sehen. Schon gar nicht wenn es ärger macht. (Das hohe, teure in China gefertigte Gut) Da kann ich nur den Herman von Veen zitieren:  “ so schön es früher war, ist es früher nie gewesen.” Das gilt auch für die zeit bei der NVA. Glücklicherweise bleiben nur die Guten Sachen haften. Die meisten Menschen haben das Talent zu vergessen. Mir wird nachgesagt, das mir dieses und viele weitere Talente fehlen. Mag sein. Man sollte mir das nicht negativ auslegen. Beim Anblick eines Mannschaftwagen der Marke W 50 oder eines Schützenpanzers BMP-1 (Muckerbus) erinnert man sich an gute und schlechte Zeiten. Und nach 30 Jahren bin ich mir immer noch sicher, dass ich eine Kalaschnikow AK-47 auseinandernehmen und zusammenbauen kann. Sich nicht mehr so schnell. Wer darüber hinaus noch andere Ambitionen hat, der sollte auf den Veranstaltungskalender schauen. https://technikverein-puetnitz.de Das Museum hält einmal im Jahr einen das Ostblock-Fahrzeugtreffen ab. Ein riesen Event. Hier kann man auch mal in einen russischen Kampfpanzer steigen und wird herumkutschiert. Denn da meiste was Ausgestellt ist, läuft auch noch. Für Ökos ist das nichts, denn es gilt Euro 0. Keine Plakette. Ein Afghanistan-Veteran sagte einmal: “Wen stört es im Kampfeinsatz ob der Wolf der Euroabgasnorm entspricht. Er soll mich schnell wegbringen wenn es heiß wird! Da will ich nichts von einer kaputten Lambdasonde wissen. Oder Einspritztechnik die mein Gegner mit dem Handy lahm legen kann.” Das haben die Russen auf jeden fall begriffen.  Auf der Rücktour musste noch eine Abkühlung her. Als ein Eisbecher am Bodstedter Hafen.http://www.flemming-bodstedt.de/restaur.htm Hier liegen die alten Zeesenboote. Früher ein Fischereifahrzeug, heute einfach nur schön.https://de.wikipedia.org/wiki/Zeesenboot

 

Bodstedt am Hafen, die Eiswahl

Bodstedt am Hafen Zeesenbotoe

Das waren noch Zeiten

Dieses Wohnmobil kann fast überall hin