Cappuccino-Racer

Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

10 Tage Schweden und 2224 km

am Vättern

Wenn Einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen. Bis jetzt ist uns in diesem Jahr ein Traumhafter Sommer geschenkt worden. So auch die 10 Tage in Schweden. Den berühmten schwedischen Sommer haben wir in diesem Jahr voll auskosten können. Auch wenn in Schweden der Sommer erst im Juli losgeht. Hin ging es mit Stenaline und dem Fährschiff Sassnitz. Die Sassnitz ist seid vielen Jahrzehnten unser ständiger Begleiter für das übersetzen nach Schweden. Wir haben mit Ihr schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Ständige Umfirmierung, Umbau usw. Leider befindet sie sich im Augenblick in einem erbärmlichen Zustand. Es wird wie immer nicht investiert, nur rausgezogen. Im Augenblick macht die ganze Sache wieder den Anschein, als ob die kürzeste Verbindung nach Schweden aufgegeben wird. Der Hauptverkehr wird über Rostock gemanagte. So fährt die Sassnitz allein auf der Route und hat deshalb blöde Abfahrt und Ankunftszeiten. Wenn man gegen 18.00 Uhr schwedischen Boden betritt und mit Motorrad und Zelt unterwegs ist, wird es schon schwer eine Unterkunft zu finden. Die Zeltplätze werden in der Vorsaison nur schlecht bewirtschaftet. Wer es bis 13 Uhr nicht an die Rezeption schafft, bleibt draußen. Es steht zwar überall eine Telefonnummer, aber man wird auch sehr oft wegkomplementiert. (Wegen Reichtum geschlossen!) Dazu kommt die Sprachbarriere. Für solch komplizierte Gespräche reicht mein schwedisch nicht. Und englisch gab es an meiner Schule nicht. Nur französisch.Und das habe ich noch nie gebraucht. Ich kann es aber auch nicht mehr. Nach 30 Jahren in Europa unterwegs. Und ich bin nur einmal einer alten Dame begegnet die französisch als Muttersprache hatte. Und sie war aus Belgien. Auch das so gefeierte “Jedermanns Recht”, welches einem wild Camping erlaubt, ist nicht so einfach. Denn man findet im Süden Schwedens nur wenig Stellen, wo dies möglich wäre. Also ist es gut Freunde zu haben. So kamen wir die erste Nacht bei Ystad unter. Ein Freund hat dort ein Sommerhaus. So konnten wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück den Sprung an den Vättern See wagen. Nur 330 km. Aber bei Temperaturen von 25-30 Grad. Im Wald natürlich die 25 Grad. Unser Tagesziel war eigentlich Karlborg am Vättern. Aber von einer früheren Reise kannten wir den Zeltplatz in Fiskebäck in Habo.

Vorbereitung 1. Nacht im Zelt

Ich hatte mir vor der Reise den Rücken verrenkt und mein Sohn kannte die SV noch nicht so gut. Er hat sie gerade von mir übernommen und musste sich an Sitzhaltung und Gewicht erst gewöhnen. Aber der Umstieg von der 125 ziger ist ihm gut gelungen. Es war aber wirklich nötig hier zu halten. Der Arsch brannte. Auch hier sah man den Inhaber des Platzes bei den Saisonvorbereitungen. Nur gut, dass es direkt am Platz wohnt. Aber einen Elchburger wie vor zwei Jahren gab es noch nicht. Am Abend badete ich die Füße im Vättern See. Wegen des Rückens blieb der Rest draußen. (Mann ich werde alt) Am nächsten morgen dann die warme Dusche. Denn trotz viel Sonne am Tag, viel das Thermometer in der Nacht auf 10°C. Es war echt frisch im Zelt. Gegen zehn Uhr war alles wieder auf den Bikes und wir nahmen die nächste Etappe in Angriff. Endziel sind weitere Freunde bei Katrineholm. hier wollten wir unser Lager für 3 Nächte aufschlagen. Denn Besuch fängt bekanntlich nach drei Tagen an zu stinken. Und bei den Temperaturen konnte man das wörtlich nehmen. Der erste zwischen Stopp war also Karlsborg. Hier gibt es eine große Festung. Diese ist auch immer noch vom Militär bewirtschaftet. (Entschuldigung mir viel nichts besseres ein als bewirtschaftet) Nettes kleines Städtchen in dem wir uns sicher wohlgefühlt hätten, wenn wir hier wohnen müssten. Das Mittag viel uns in Ackersund auf den Teller. Natürlich ein Burger nach Hausmacher Art. Burger gibt es hier an allen Ecken. Auch daran kann man sehen, wie amerikanisch Schweden ist. Aber bei uns sieht es ja nicht anders aus. Burger gibt es in jeder Kneipe, die sich keinen Koch leisten will. Hier in Ackersund trafen wir auf ein deutsches “Harley Davidson” Gespann. Zwei Damen in Begleitung eines Herrn. Jeder mit seiner eigenen HD. Wenn sich Deutsche treffen, werden auch ein paar Worte gewechselt. Diese Truppe war auf dem Weg in Richtung Stockholm. Dort findet jedes Jahr ein Choppertreffen statt. http://www.custombikeshow.se/indexE.html Ähnlich Daitonaweek in den USA. erst nach einer Weile des Gespräches fiel mir auf, dass der nette Biker eines Armes verlustig war. Frech wie ich bin, fragte ich als wäre es ganz normal, wie er denn sein Bike bedient. Gas ist links und Bremse ist kombiniert. Beim Aufbruch setzte er seine Prothese an die unter dem Jacken Ärmel verschwand. Beim gehen erzählte er noch eine Geschichte über sein Tom Tom. Er wollte hier in Schweden Kurven fahren. Und das Navi führte ihn an jedem Bauernhof vorbei der auf der Karte gespeichert war. Über Schotterpisten und schlechte Straßen. Nach einer Weile haben die Damen gestreikt und kauften sich eine Karte. Die haben wir leider auch vergessen! Aber das kommt später.  Auch Ackersund ist nett anzuschauen und das kleine Restaurant (Imbiss) liegt schön am Wasser. Weiter ging es in Richtung Örebro. Ja die Wiege des Prinzgemahls. Hier wurde uns wieder deutlich wie schön die EU für seine Mitgliedsländer sorgt. Hier muss mächtig Geld nach Schweden geflossen sein. Überall werden Straßen verbreitert, umgebaut und neu gebaut. Und auch sonst gibt es wohl einen Bauboom. Da Sohnemann noch so seine Probleme mit der SV hatte, schwang bei ihm die ständige Angst um den Tankinhalt mit. Auch die Beteuerung, dass er erst tanken müsse, wenn ich es muss schien ihn nur wenig zu beruhigen. So lief der Kilometerzähler auf die von mir festgesetzten 250 km zu und die nächste, im Navi angezeigte Tanke gab es nicht mehr. Und zu allem Unglück schickte uns das Navi in den Wald, weil diese Strecke kürzer ist. Jetzt fuhren wir genau auf den Pisten die der Harley Mann mit seinen Tom Tom gefunden hatte. Viel Kurve, viele Bauernhöfe und viel schlechte Straße. aber vor allem keine Tanke. Aber an die habe ich nicht wirklich gedacht. Ich war mit Staunen beschäftigt. Denn ich bin immer wieder verblüfft, wie gut der “Slow Walker” (Yamaha VXS 1100) solche Bedingungen wegsteckt. Und dabei ist er nicht unbedingt langsam. eigentlich ist das kein schlechtes Motorradkonzept. Ich hadere aber immer noch mit dem Motor. Ein paar Pferde mehr und weniger Geräuschkulisse wären perfekt. Das Endziel kam näher und auch eine Tankstelle. Alle sind zufrieden. Hier bei unseren Freunden haben wir eine Auszeit genommen. Es ist alles da, was man für schwedische Lebensart braucht. Häuschen am Fluss, viel Natur, Pool, Sonne. So haben wir den schwedischen Sommer etwas vorgezogen. Und damit die tage nicht lang werden, half ich dem Hausherren etwas. Denn ein Schwede hat immer viele Projekte laufen. Treppe bauen war angesagt. Ich selbst bin handwerklich nicht unbegabt, aber das war meine erste Treppe. Was dabei festzustellen war, sind die unterschiede zwischen schwedischen und deutschen denken. Wir bauen so gut wie möglich, die Skandinavier so gut wie nötig. Vielleicht hat das was mit Walhalla zu tun. Nichts ist für die Ewigkeit außer essen, trinken und kämpfen. Wir Deutschen bauen immer für Kinder und Kindeskinder. Übrigens heißt es in Schweden immer noch so. Enkel ist wörtlich übersetzt Kindkind. Herrlich so ein Leben, vormittags Arbeiten und nachmittags mit den Gören im Pool planschen. Und Abend ein Bier, zwei Bier und einen Rum. Und schon war die Zeit um. Sonntagmittag war Aufbruch. Also nicht anfangen zu Stinken. Wir haben die Gastfreundschaft genug strapaziert. Nächstes Ziel Kristinehamn am Värnern See. Und der Planet drückt. 30 Grad offene Landschaft. kein kühlender Wald. Also die Luftlöcher an der Pharao-Hose geöffnet, T-Shirt und Lederweste. Und trotzdem Warm. Am Abend leichter Sonnenbrand auf den Armen und im Gesicht. Für heute Abend wollte ich Luxus. Eine Hütte mit eignem WC und Dusche. Genau das bekamen wir mit Blick auf den See. Nur blieb die Dusche kalt. Wie gesagt, noch keine Saison, noch nichts gepflegt und in Schuss. An diesem Abend funktionierte der Herd und der Kühlschrank. Zur Nudelsuppe mit Würstchen gab es kaltes Faxebier. Leider die letzten beiden mit mehr als 3,5%. Ab nun wird die Versorgung etwas teurer oder sogar sehr eng. Was soll`s, die Betten waren in Ordnung. Am nächsten Morgen weckte uns ein Donner aus dem Schlaf. Unsere Nachbarn starteten ihre Harleys und waren schon früh verschwunden. Die beiden Schweizer haben uns erzählt, dass sie in einem Ritt von Zürich nach Kiel gerutscht sind. Das ist eine Leistung. 1000 km auf einer Custom Harley die “Knochenbrecher” heißt und auch noch so aussieht. Alle Achtung. Die beiden erzählten, dass sie jedes Jahr so eine Tour machen und immer in ein anderes Land. Das ist Stark. Leider war ihre Route entgegengesetzt unserer. Wir kamen aus Richtung Stockholm und sie wollten dort hin. Wäre bestimmt lustig geworden wenn es anders wäre. Unsere Tages Etappe lautete Richtung Westküste. Ab in die Schären. Aber auch wir wollten auch ein wenig mehr vom Vänern sehen. Leider ist das nicht so einfach. Die Küste des Sees ist zerklüftet und nur an wenigen stellen bekommt man einen Blick auf den ganzen See. Dann kann man schon denken, es handelt sie um ein mehr. In Amål gab es eine Kaffeepause mit Cappuccino. Natürlich mit Blick aufs Wasser. Von dort aus hangelten wir uns durch schöne Landschaften in Richtung Ed. Und von Ed aus sollte es nach Tanumshede gehen. In der Nähe suchten wir nach einem Nachtlager. Auch hier gab es eigentlich keine Möglichkeit sein Lager irgendwo am Weges- Rein aufzuschlagen. Und die Zeltplätze waren wie immer nicht besetzt. Durch die Bemühung von Google fanden wir ein Teures Nachtlager in Grebbestad. Ein Zeltplatz von aller feinsten Güte. Mit einer jungen Dame an der Rezeption. Mein Co. versteht wenig vom Flirten und so blieb es Teuer. Als Biker waren wir hier nicht wirklich beliebt. Und dann noch Zelt. Damit erklärte man uns zur untersten Kaste. Denn hier standen die teuersten Wohnmobile mit Norwegischen Kennzeichen. Und weil die Norweger Geld hatten, mussten wir es zwangsläufig auch haben, wenn wir bleiben wollten. Grebbestad ist eine Urlauberstadt. sie liegt in einem Fjord umgeben von Granitfelsen. Hierher dringt nicht einmal der Seewind. Und aus diesem Grund staute sich hier die Wärme. Rund 35 Grad und kein Schatten. Da half auch die teure Cola nicht weiter. Aber es erklärt, warum sich die Norweger hier aufwärmen. Wer nur Regen und kälte kennt, sieht hier ein Paradies. Und in der Saison, ist hier sicher der Teufel los. Gegen 10.00 Uhr verschwanden wir im Zelt und versuchten zu Schlafen. Ich wollte gegen 10.00 Uhr des nächsten Tages den Platz verlassen. Am nächsten Morgen begann die Routine und gegen 11.30 Uhr kamen wir beim Museum in Tanumshede an.  http://www.vitlyckemuseum.se/

Tanumshede Vitlycke

Hier wollte ich einen Blick in die Steinzeit werfen. Hier gibt es die ältesten Felszeichnungen. Das Museum ist Kostenfrei und ist nicht uninteressant aufgebaut. Auf dem großen, weißen Stein gegenüber des Museums sind viele Abbildungen über die die Wissenschaft grübelt. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich darin nur, dass Kinder dort Schiffe versenken gespielt haben. Das alles immer ein großer Kult Ort sein muss, leuchte mir nicht ein. Unsere Kids machen auch Graffiti aus langer Weile. Aber da sind Leute die fürs spekulieren mehr Geld bekommen. Unser nächstes Ziel an diesem Tag, ein Schlafplatz in der nähe von Göteborg. Immer schön an der Westküste entlang. Mit Zwischenstopps. Unterwegs bei einem Einkauf musste auch der Biervorrat für den Abend aufgebessert werden. Frei erhältlich im Laden sind Biere bis 3,5 %. Es reicht nicht um sich in den Schlaf zu trinken. Aber da reichen auch keine 4,5 oder 5,0 % mehr. Wichtig war nur den Flüssigkeitshaushalt in Gang zu halten. Und das nicht mit Öko Wasser oder Tee. Die Landschaft wurde immer besser. Die Sonne und die Schären gehören einfach zusammen. Auch die Strecke die unser Navi herausgesucht hat, war einfach nur Super. Scheiß auf Tom Tom! In Marstrand angekommen, war es wieder Zeit für eine Pause und ein paar Fotos. Marstrand habe ich eigentlich für den Herrentag herausgesucht. Aber für Biker ist das hier nichts. Jetzt im Juni ist immer noch nichts los. Und wie überall, schläft die Region noch. Pensionen und Hotels beginnen auch hier erst mit der Vorbereitung auf den Runn. Also kurzer Hand entschieden und weiter Richtung Göteborg. Der Sohnemann hat durch seine Musik auch hier Kontakte. So wurde uns ein Schlafplatz im Vandrahem von Kungsälv empfohlen. Privat kamen wir leider nicht unter, da man auf uns in keinster Weise vorbreitet war. Also wie in Deutschland. An der Rezeption wurde Glücklicherweise deutsch gesprochen. Und um allen aus dem Weg zu gehen, mieteten wir eine Hütte. Inhalt 2 Doppelstockbetten, Kühlschrank, Fernseher und Mikrowelle. Mehr brauchten wir nicht. Wir hatten ja Bier. Am Abend raften wir uns zu einem kleinen Spaziergang zur gegenüberliegenden Festung auf. Leider wussten wir nicht, dass am nächsten Tag der schwedische Nationalfeiertag ist. Hier wurde eine Bühne aufgebaut und das betreten der Festung haben wir ausgelassen. Aber eine Beeindruckende Höhe haben die Mauern schon. Leider gibt das Foto nichts her. Am Abend überlegten wir, ob es sinnvoll wäre direkt nach Göteborg zu fahren. Einige Gesprächspartner haben uns abgeraten. Eine Großstadt wie jede andere. Das war der O-Ton. Am nächsten Tag legten wir im Navigationsgerät das Ziel Bolmen (See) fest. Dabei streiften wir nur kurz die Infrastruktur von Göteborg. Und ich musste feststellen, “ich bin zu alt für diese Scheiße”! Berlin ist übersichtlicher. Neben den vielen Baustellen brachten mich auch die doppelten und dreifachen Kreisverkehre aus dem Konzept des entspannten Cruisens.  Wär der Meinung ist, dass die Schweden eher defensive Fahrer sind, muss Göteborg erleben. Aber vielleicht hat man das Gefühl der Verletzlichkeit im Auto nicht. Sollte ich es noch einmal versuchen, dann nicht mit Motorrad. Nach einer Stunde Fahrt haben wir den Geruch der Stadt hinter uns gelassen. Die Herzbeklemmung ließ wieder nach. Maschine und Hirn befanden sich wieder im Cruiser-Modus. Vorbei an Seen und Flüssen, durch Wälder und Dörfer. Als wir in die Nähe des Bolmen kamen, zeigte unsere Navigationshilfe wieder vollen Einsatz. Besser kann man Straßen nicht fahren. Kurven und kaum Verkehr, was will das Bikerherz mehr? Gegen 16.30 Uhr kamen wir auf dem Camping-Platz unserer Wahl an. Nach kurzem warten, stand der Platzwart neben uns. Das Einchecken lief auf Deutsch. Und absolut entspannt und einfach. Nur ein Tablet und ein Kreditkartenlesegerät. Das Zelt direkt am See. Einfach und Gut. Die letzten beiden Biere begleiteten das Abendessen die Speiseröhre hinunter. Bis um 20.00 Uhr saßen wir am See und führten Zukunftsgespräche. Dann ging es in die Koje. Wir hatten uns vorgenommen Schweden zu verlassen und die 14.00 Fähre zu bekommen. Das bedeutete um spätestens 8.00 Uhr den Hof zu verlassen. Dabei half am nächsten Morgen unsere Packroutine. Im Handumdrehen waren die Pferdchen gesattelt. Jetzt noch 214 km bis zur Fähre. Wie gesagt, Motorrad-Kilometer. Aber wir schafften es. Pünktlich erreichten wir die Stenaline “Skone”. Wir hatten nicht vorgebucht. Aber aus Erfahrung wussten wir: Motorräder passen immer mit drauf. Da die Fähre nach Sassnitz nur einmal am Tag ablegt, mussten wir den Umweg über Rostock in kauf nehmen. Sechs Stunden lange Weile. Wir haben alles überstanden. Und ich würde es immer wieder tun. So lange die Knochen mich tragen.

Die letzten Biere

Bolmen See Abendbrot

Bolmen See Abendbrot von vorn

Bolmen See

Mal wieder Gelände, nicht immer führen Straßen zum Ziel

Festung Marstrand

Hütte in Kungsälv

Festungs Kungsälv

Festung Kungsälv von der anderen Flussseite

Abendbrot in Kungsälv

Walderdbeeren. Mit original Aroma

Marrstrand

Auf dem Weg nach Marstrand

Schären 01

Richtung Marstrand

Schären 02

Richtung Tanumshede

Richtung Tanumshede

Tanumshede Vitlycke

Tanumshede Vitlyckemuseum

Vitlycke Museum

Vitlycke Museum

Campen im Gehege von Grebbestad

Urlauberort Grebbestad

Kein Bier in Grebbestad

Grebbestad

Grebbestad 35 Grad und kein Schatten.

Grebbestad

Richtung Grebbestad

Vom Väner See Richtung Ed

Pause in Richtung Tanum

Pause in åmål am Vänern See

Sonnenuntergang am Vänern

Vorgelagerte Insel am Zeltplatz Kristinehamn (Vänern)

Campingplatz Kristinehamn (Vänern)

Badespaß am Vänern

Richtung Vänern

Richtung Vänern

Richtung Karlsborg

Richtung Karlsborg

Karlsborg am Vättern

Ackersund

Ackersund

Ackersund

Krebsessen

Krebsessen bei Freunden

Richtung Vänern

Vättern um 10.00 Uhr

Abendessen in Habo Camping

Füsse waschen im Vättern See

am Vättern

Habo am Vättern

30 km/h Auto, mit 15 Jahren fahrbar

Vorbereitung 1. Nacht im Zelt

Pause Richtung Vättern

Pause in Höör

erste Nacht bei Freunden

Mehr Platz für die Lady

Urzustand

Sehr oft wird etwas verschlimmbessert, wenn man etwas ändert. Das scheint sogar die Regel zu sein. Ganz besonders ist dieser Sachverhalt bei den KFZ- Herstellern zu beobachten. Dabei ist es fast egal ob bei der Auto oder Zweiradindustrie. Um etwas seinen Bedürfnissen anzupassen kann man dann viel Geld ausgeben. Aber nur, wenn man eine Harley fahrt. Da gibt es fast alles an Zubehör. Und was HD nicht hat, haben Andere. Leider ist es bei meiner alten Yamaha nicht so. Da es nicht die Classic ist, war die Sitzbank für die Sozia etwas schmal geraten. Längere Touren waren damit nicht zu meistern. Jetzt werden einige sagen, dass es eh besser ist, wenn die Frau zu Hause bleibt. Manchmal ist es so. Und deshalb kann ich die XVS jetzt schnell umbauen. Entweder ist sie ein Lastesel oder eine Tourenschaukel. Dazu habe ich eine neue Sitzpfanne konstruiert. Mal ist es ein Gepäckträger mit hoher Sissi- Bar, oder innerhalb von 5 Minuten ein breiter Soziussitz. Insgesamt werden 8 Schrauben benötigt, oder eben nicht. Die lange Sissi- Bar vereinfacht das Beladen. Frei nach den Choppern der 70ziger kann ich die Rolle einfach stehend an die Sissi-Bar gurten. Früher hat man die Schlafdecken einfach drübergesteckt. Funktioniert gut. Auch der Sitz scheint besser zu funktionieren. Der Umbau hat zwar auch Geld gekostet, aber wie gesagt, im Handel war da nichts mehr zu holen. Und am Ende ist es billiger als sich eine Harley zu kaufen.

Genug Fläche für längere Touren

Urzustand, ein schmales Stitzbrötchen

Gepäckträger und Sisibar unverchromt

Endkonstruktion unverchromt

Schablone für den Gepäckträger auf dem die Sitzschale montiert werden kann

Schablone Sitzschale

 

Herrentagstour, Standort Südharz

Warum kann man mit dem Motorrad nicht bis hoch fahren?

Bei schönem Wetter ging es in diesem Jahr mal nicht in den Norden. Der Süden war das Ziel. Besser der Südharz. Nach langem hin und her und einigen Absagen hat sich ein Hotel bereiterklärt uns aufzunehmen. Angeboten wurde ein Gesamtpacket mit Übernachtung und Halbpension. Und das alles doch recht Kosten günstig. Am Tag der Anreise haben alle Wetter-Apps ihre Vorhersage mit Würfeln ermittelt. Auch das TV-Wetter ließ nichts aus. Teils Sonne, Teils Regen, Teils Graupel und natürlich wird es auch Windig bis Stürmisch. Aber Echte Biker kennen kein….? Ja was kennen wir eigentlich nicht? Man hat doch alles schon mal mitgemacht. Und zur Reisetradition am Herrentag gehört eben einer aufs Dach! Oder in diesem fall auf den Helm. Wir haben uns bis zur letzten pause gut durchgewurschtelt. Der Himmel Drohte ab und an mit schwarzen Wolken und hatte doch erbarmen. Aber das war eine Falle. Ungefähr 20 km vor dem Ziel haben wir die Natur vergrämt. Ein wirklich nässender Schauer. Die Natur warf mit Wasserbomben auf uns. Binnen weniger Minuten lief das Wasser durch Jacken und Hosen. Auch die Dichtheitsgarantien der Polo- und Louisverkäufer wurden einfach weggeschwemmt. Alle Aufnäher und vor allem eingenähte Schildchen mit der Aufschrift Water-Prooft sind im Wasser ertrunken. Ob eine Damenbinde den Schlüpfer trocken gehalten hätte? Für gutes Geld, würde ich es bei der nächsten Tour testen. Die sollen ja so saugstark sein. Schlimmer als das Wasser im Anzug, war das Wasser auf der Straße. Der Weg zum Hotel ist schon sehr interessant. Wenn da nicht das Reifen Handycap wäre. Und der Sturm, der kurz vor uns mit Graupel über diesen Landstrich fegte, hat alle Blüten und Pollen genommen und auf die Straße geworfen. Damit Kann der Metzler ja nun gar nicht. Die Strecke zum Hotel hatte eine Neigung von 3-6% und Kurven hat man auch eingebaut. Alles  wunderschön gemacht, aber nichts für das Schuhwerg von Slow Walker. Jede Kurve eine Rutschpartie. Und Keine Party. Aber wir sind angekommen. Leider waren wir wohl auch die letzten an diesem Abend. So war für die Pferde kein Platz mehr im Stall. Der war nicht klein, aber fürs Feiertags Geschäft nicht groß genug. Das Hotel hingegen war Super. alles Schick wie die Berliner sagen würden. Und auch das Essen war Gut. Das Bier lief die Kehle herunter und die Bedienung lief sich die Hacken ab. Das tat sie auch am dritten Tag noch. Ich hatte jedenfalls nichts zu meckern. A.L. Hotel Fünf Linden. An Nächsten Tag war der Kyffhäuser angesagt. Ein Muss für alle Biker die in den Harz kommen. Eigentlich hatte ich hier nur 2 h geplant. Eine Fehleinschätzung, wenn man über Google plant. Die 36 Kurven bis zum Parkplatz hat der Chopper Souverän genommen. Nur meinen Beiden schnellen Jungs hab ich die Linie versaut. Aber wir mussten ja auch wieder zurück. Da konnten sie ihrem Spieltrieb nachgehen. Slow Walker kann für einen Chopper gut bewegt werden. Aber mit deiner Speddy und einer VFR ist schlecht mitzuhalten. Nach dem erklimmen des höchsten Punktes in dieser Region (Kyffhäuser Denkmal) ging es nach dem Mittag an den Tiefsten Punkt. (Der touristisch erschlossen ist.)  Die Barbarossa Höhle. Nette und Interessante Führung. Wer auf Moderne Deckenkunst aus Gips seht, findet hier ein paar Anregungen. Gegen 16.00 Uhr traten wir den Rückweg an. Das Bier rief uns an den Mühlbach zurück. Dieser floss an der Hotelterrasse vorbei und sang sein Lied von schnellen Kurven und trockenen Kehlen.

Den zweiten Tag gingen wir sehr gelassen an. Es gab zwar eine Plan, aber demokratisch wurde entschieden, dass es erst einmal zum Biker- Treff an der Oker- Talsperre geht. Danach würden wir weiter sehen. Die strecke zur Sperre war interessant für uns Flachländer. Es ging hoch und runter und wieder waren Kurven da. Plötzlich und unerwartet. Deshalb gibt es im Norden kaum Kurven. die hat man hier im Harz verbaut. Dann war das Budget alle. Irgendwie hatten wir alle sicher etwas mehr und vor allem Anderes erwartet. Es war halt ein Treff mit Imbiss. Der Treff war also sehr schnell abgehakt und die Frage stand nun, wohin es noch gehen sollte. Also eine Runde Schnik- Schnak- Schnuk und Wernigerode stand fest. Und was soll ich sagen die haben schon einen Parkplatz nahe Zentrum für uns bereitgehalten.

Keinen Automaten gesehen

Eiszeit in am Markt. Prima! Danach noch einen Gang die Lauf-Road hoch und runter. Ein, zwei Sekunden den lächelnden Damen und  hochkonzentriert, Schritte zählenden Männer beim Squaredance zugeschaut. Alle nickten Wohlwollend und waren froh hier nicht mittanzen zu müssen. Und das die Frauen zu Hause waren und nicht hier. Nur einer meinte: “ Ich tanze gern!” Ungläubige Blicke straften ihn von allen Seiten. (Verräter) Also schnell weg hier und zum nächsten Ziel. Und das hatte schon wieder etwas mit Frauen und Tanz zu tun.  Ab zum Hexentanzplatz.  Ein Blick ins Tal und dann in die Kaffeetassen. Und dann in aller ruhe Leute beobachten. Und siehe da, es gibt sie wirklich. Hexen! Einige der hässlichsten Exemplare haben, sich mit ihren 120 kg, Muskel und Figurfreiem Körper, im bauchfreien Top und Leggins den Berg heraufgeschleppt. Der Besen hat es schon lange nicht mehr geschafft, die Damen hier herauf zu ziehen. Aber sie sind immer noch gefährlich und können Zaubern. Auf schlag waren wir alle Blind. Glücklicher Weise handelte sich es nur um ein Trugbild. Wenn man weg sah, normalisierte sich erst der Würgereflex, dann ging der Puls auf normal und zum Schluss kam die Sehkraft wieder. Aber das richtige Gegenmittel, gebraut aus Hopfen und Mals konnten wir nur im Tal am Bach bekommen. Und so führte uns der Weg schnell wieder ins Hotel.

Der Tag der Abreise. Nach dem guten Frühstück hieß es Abschied nehmen. Ein letztes Foto vor Hotel. Jetzt geht es rund 450 km Richtung Norden. Aber das Wetter spielte mit. Das Garmin und das Tom Tom waren sich nicht immer einig, aber sie fanden den Heimischen Hof. Ich denke alle waren doch etwas erschlagen. Der Ars…. tat trotz Pausen weh. So viel die Verabschiedung ein wenig trocken aus. Aber die Saison fängt ja grade erst an.

 

Fachkundegespräch

Blick aus dem Hotelfenster

Wernigerode

Wernigerode ohne Biker

Keinen Automaten gesehen

Jetzt auch noch die Stufen bis in die Kuppel

Fünf Minuten Ruhe

Kinder mit 50 zig

Bikertreff im Schafstall Rundtour 170 km

nochmal das Schloss

Sonntag, Sommerwetter und Bikes. Alles was das Herz braucht. Wir haben seid geraumer Zeit ein Luxus Problem. Wir wissen nicht mehr wohin. Fast alle Cafés die es im Netz zu finden gibt, sind bereits abgefahren. Hier im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Mir fällt es immer schwerer etwas nach meinen Kriterien zu finden. Die Lauten wie folgt. Kaffee und Kuchen in schöner, naturnaher Umgebung mit netter Bedienung und Blick auf Schloss, Garten, Landschaft oder immer wieder gern, Teich, See und Bodden. Aber ab und an hat man da doch mal einen neuen Glücksgriff. Am letzten Wochenende war der Gewinner “ Alt Basedow” Schon am Eingang des Dorfes ist ein Café mit Parkplatz. Und auf dem Parkplatz stehen Motorräder. Mehr Grund braucht ein Biker nicht um sein eigenes Gefährt neben die Anderen zu stellen. Das kleine Café war direkt an der Straße. Aber das war kein Hindernis. Das Wetter stimmte uns gnädig. Und ab und an konnte man einen Blick auf andere vorbeifahrende Motorräder werfen. Früher gab es so ein Kartenspiel auf dem Motorräder abgebildet waren und man konnte den Anderen schlagen, wenn man die Bessere Maschine auf der Hand hatte. (Mit den Leistungsdaten.) Hier an der Straße sitzend, kann man das selbe mit den Originalen machen. Dabei geht es aber eher um das Wissen und erkennen der einzelnen Umbauten. Man muss herausfinden, welches Bike hier umgebaut wurde.

Kaum am Tisch, schwebte auch schon die Bedienung vorbei und nahm die Bestellung auf. Wir haben uns gerade unserer Jacken entledigt und wollten mit dem Ratespiel beginnen, da wurden wir jeh unterbrochen. Die Kuchenteller samt Kuchen klapperten auf den Gartentisch. Die Bedienung schaute uns an und bemerkte wohl zwei paar hochgezogene Augenbrauen. Schnell entgegnete sie: “ Der Kaffee kommt auch gleich”! Das habe ich noch nie erlebt, dass der Tisch innerhalb von 3 Minuten gedeckt war. Wenn die einen Rettungsdienst aufmachen, bin ich mit Spendengeldern dabei. Glücklicherweise gab es beim Essen kein Zeitlimit. Nach dem Genuss muss man natürlich etwas für die Gesundheit tun. Als rafften wir uns auf und spazierten durchs Dorf. Ein wirklich schönes Schloss hat Basedow. Und auch die älteste Barockorgel des Nordens soll hier heimisch sein. Ein wirklich schöner Ort. Basedow ist eine Reise wert. Wer keine Idee hat wohin es gehen soll, Basedow bei Malchin.

Marstall

hinterm Schloss

hinterm Schloss

Schloss Basedow

Dorf Basedow

Der Schafstall (Cafè)

Wenn die Zeit schneller wird.

Die Zeit ist relativ. Ich werde hier jetzt keine Kausalzusammenhänge erklären. Das tat schon Einstein zur genüge. Aber Fakt ist, die Zeit vergeht mal schnell und mal langsam. Zu mindestens in meinem inneren Universum. Der März hat uns ja hängen lassen und der April ist mir auch weg gerannt. Die alten scheinen Recht zu bekommen, wenn sie behaupten, dass die Zeit mit höherem Alter schneller vergeht. Denn ich habe auch kaum Zeit gefunden mal wieder etwas in diesen Blogg zu schreiben. Dabei hatten wir doch drei Sonntage, an denen die Ausfahrten zur inneren Freude beitrugen. Nach den Schnee gab es gleich einen Sommertag, den wir auf der Terrasse des “Gasthauses am Hafen“ in  Neukalen mit einem schönen Eis krönen konnten. Eine Prima Location direkt mit Blick aufs Wasser. Wenn auch nur auf den kleinen Peenekanal. Ein Wochenende später wollten wir gleich wieder ans Wasser. Leider haben wir das kühle Nass nur auf der Straße gehabt. Auch die Ausweichroute ins Inland weg von der Küste brachte keinen Erfolg. Und dann Standen wir auch noch vor verschlossenen Türen der angepeilten Cafés. Dieser Tag endete dann bei Mc Café. Übrigens habe ich über Facebook erfahren, dass es befreundeten Bikern aus Schweden genauso gegangen ist. Auch dort war McDonalds der Schlusspunkt der ersten Ausfahrt. Europa ist doch schon ziemlich gut zusammengewachsen. Wieder ein Wochenende weiter ist der zweite Versuch geglückt. Auch wenn wir am ausgesuchten Ziel nicht landen konnten, da es überfüllt war. In Wustrow im Restaurant “Kapitänshaus am Unterfeuer” fand sich dann Kaffee und Kuchen. Und was soll ich sagen, mit Blick aufs Wasser( den Saaler Bodden). Am letzte April Wochenende standen die Sterne wieder günstig. Der Plan lautete noch einmal auf die Insel, bevor sie wie jedes Jahr an das Land Brandenburg verloren geht. Wenn auf der Insel Usedom mehr berlinert als Platt gesprochen wird, ist die Insel für Biker verloren. Das Ziel war Kamminke. Der letzte Fischerort vor Polen. Und ich muss sagen bei dem Wetter war es ein hauch von Südsee. Beim örtlichen Fischen versorgten wir uns mit Energie. Und eigentlich mochte keiner so wirklich aufstehen und zurückfahren. Ein herrliches Fleckchen Erde. Und vor allem mit einem Blick aufs Wasser. Wem fällt hier etwas auf ? Sollten wir, wie die Verfechter der Pre-Astronautic behaupten, nicht von diesem Planeten stammen, so sind wir sicher von einem, der genau soviel Wasser bietet. Aber das ist wohl ein anderes Thema. Nun warten wir auf das erste Wochenende im Mai und schauen, was uns da so gelingt. Und ob es wieder etwas mit Wasser wird.

Blick von der Restaurant-Terrasse Wustrow

Helm-Parade

Pause im Barther Hafen

Sonne Tanken

Alles verkleidet. Nur ich sitze im Wind.

Sehr idyllisch hier. Kamminke

Neukalen am Peenekanal

Der Weg nach Aalbude am Kummerower See war wegen Hochwasser geschlossen.

Hier war auch alles verkleidet. Der wind blieb draußen. Kamminke

Ein Hauch von Südsee

Saisonverspätung!

Es ist Ostern, der Osterhase hoppelt durch den Schnee und hat mühe seine bunten Eier zu verstecken. Bei seinen Eigenen dürfte es bei der Kälte nicht so schwer werden. Aber auf eine andere Weise ist es ganz gut so. Denn ich habe alle Bikes fertig. nur das Eigene nicht. Durch die Grippewelle haben sich meine Zulieferer doch sehr verspätet. Und so steht der “Slow Walker” immer noch ohne Lackkleid auf der Hebebühne. Hoffentlich ist der Name nicht Programm. Nicht das nun alles nur noch slowly läuft. Es ist also weiter abzuwarten. Egal! So habe ich mal wieder Zeit hier etwas zum Besten zu geben. Wir haben Aufgerüstet. Ein Schritt in die moderne Kommunikationswelt. Mein Wingman und ich haben ja schon in den letzten Jahren unsere Ausfahrten mit Knopf im Ohr gemacht. Das war nicht so schlecht. So konnten wir uns vor Gefahren (wie z.B. Blitzer ) warnen, oder einfach nur ein “Schau mal Links”, zurufen. Und wenn man allein Unterwegs war, machte man das Radio an. Leider hat mein Hörgerät nach zwei Jahren das zeitliche gesegnet. Erst fehlte der Ton im rechten Lautsprecher und manchmal viel auch das Mikro aus. Alles hing wohl mit der Buchse zusammen, die Kein USB, aber auch kein Mini USB war. Sie diente als Verbindung zum Hörset, aber auch als Ladebuchse. Das war wohl zu viel für sie. Ein Reparaturversuch brachte an Licht, dass diese Buchse nicht zu finden war. Jedenfalls nicht in Deutschland. Ein weiterer Nachteil dieser Geräte ergab sich, im Versuch ein fremdes Gerät mit ins Gesprächsnetz zu bekommen. Was haben wir dabei gelernt? Bluetooth ist nicht mit jedem Bluetooth zu verbinden. Und alles unter 4.0 kann nur zwei Partnergeräte verwalten. Sollte ich falsch liegen, bitte ich um Aufklärung.

Für den Wechsel auf ein neues System haben wir uns halbwegs demokratisch geeinigt. Ausschlag gab eine Situation im letzten Herbst. Da waren wir mit drei Fahrern unterwegs. Ich fuhr vorn mit Gerät, in der Mitte kein Gerät, hinten der Wingman. Auf einer abgelegenen Strecke mit einer langgezogenen, unübersichtlichen Kurve gab es ein menschliches Hindernis. Ein gesellschafftsvergessener Mann auf einen klapprigen Fahrrad beanspruchte schleudernd beide Fahrbahnen. Der Abstand zwischen uns betrug rund 100 m und ich meldete das Ausweichkommando. Leider musste die Mitte selbst darauf kommen, da sie ja nicht angeschlossen war. Der Wingman hatte es leichter. Beim anschließenden Kaffee und Kuchen reifte der Gedanke an eine System-Erweiterung.

Diese haben wir nun vollzogen. Nach vielen Recherchen kamen wir auf das neue Freedconn T-Max Model. Laut Beschreibung soll es 6 Biker in Kontakt bringen. Da wir kaum mehr als 6 Fahrer werden, ist das bei Amazon vertriebene Gerät wohl genau das was wir suchten. Natürlich kam es aus China. Und es ist hoffentlich seine 60€ pro Stück wert. Um den Preis von 60€ zu halten, musste ich 3 Doppelpackungen kaufen. Ein paar Tage nach Bestellung klingelte der Postmann. Beim öffnen des Paketes hatte ich das Gefühl ich hätte, eine Lieferung von einem lateinamerikanischen Escobar erhalten. Die Geräte waren noch einmal in graue Folie verschweißt. Und mir fehlte das Einhand-Klappmesser um die Ware zu prüfen. Nach dem Auspacken kam auch die Ernüchterung. Es war vorauszusehen, dass es nur eine Beschreibung in englisch gibt. Aber ich habe mich bis jetzt durch gehangelt. Das Gerät installiert und in betrieb genommen. Es versteht sich schon mit dem Handy und Radio funktioniert auch Super. Gewöhnungsbedürftig ist die komplizierte Steuerung. Es gibt ein Multiknopf der fast alles anwählt und sehr klein ist und einen Drehknopf mit dem man die Sender und die Lautstärke wählt. Das Ganze wirkt doch etwas grobschlächtig. Aber bis jetzt kann ich sagen, der klang im Aquarium ist besser als beim alten Gerät. Es gibt eine extra Ladebuchse. Das Radio ist empfindlicher und findet mehr Sender. Ob man sich auch Unterhalten kann? Wer weiß das schon. Wetterbedingt hat noch keiner sein Bike auf der Straße. So bleibt der Test der Kommunikation immer noch aus. Vorab, habe ich bei Amazon meine Bewertung geschrieben und die fehlende deutsche Beschreibung moniert. Und was soll ich sagen, die China-Jungs waren sofort am Rohr und haben eine Übersetzung nachgereicht. Warum bitten sie eigentlich keinen Deutschen eine Beschreibung zu verfassen? Die zugesandte Beschreibung hat wohl Google geschrieben. Weiter habe ich noch einmal die fehlende Clipbefestigung angesprochen. Auch da kam eine prompte Reaktion. Sie haben sich entschuldigt. Das Gerät sei noch so neu, dass sie mit der Produktion der Clips noch nicht nachkamen. Diese werden mir aber zugesandt. Na prima! Mal sehen ob wir sie bis Sommer haben.

Wenn wir das T-Max das erste mal im verbundenen Einsatz haben, gibt es einen weiteren Bericht. Bis dahin frohe Ostern und einen wärmeren April.

Super verpackt

Kokain-Paket?

Doch kein Kokain

im Doppelpack ist billiger

Sieht aber erst einmal nach Qualität aus.