Cappuccino-Racer

Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Mehr Platz für die Lady

Urzustand

Sehr oft wird etwas verschlimmbessert, wenn man etwas ändert. Das scheint sogar die Regel zu sein. Ganz besonders ist dieser Sachverhalt bei den KFZ- Herstellern zu beobachten. Dabei ist es fast egal ob bei der Auto oder Zweiradindustrie. Um etwas seinen Bedürfnissen anzupassen kann man dann viel Geld ausgeben. Aber nur, wenn man eine Harley fahrt. Da gibt es fast alles an Zubehör. Und was HD nicht hat, haben Andere. Leider ist es bei meiner alten Yamaha nicht so. Da es nicht die Classic ist, war die Sitzbank für die Sozia etwas schmal geraten. Längere Touren waren damit nicht zu meistern. Jetzt werden einige sagen, dass es eh besser ist, wenn die Frau zu Hause bleibt. Manchmal ist es so. Und deshalb kann ich die XVS jetzt schnell umbauen. Entweder ist sie ein Lastesel oder eine Tourenschaukel. Dazu habe ich eine neue Sitzpfanne konstruiert. Mal ist es ein Gepäckträger mit hoher Sissi- Bar, oder innerhalb von 5 Minuten ein breiter Soziussitz. Insgesamt werden 8 Schrauben benötigt, oder eben nicht. Die lange Sissi- Bar vereinfacht das Beladen. Frei nach den Choppern der 70ziger kann ich die Rolle einfach stehend an die Sissi-Bar gurten. Früher hat man die Schlafdecken einfach drübergesteckt. Funktioniert gut. Auch der Sitz scheint besser zu funktionieren. Der Umbau hat zwar auch Geld gekostet, aber wie gesagt, im Handel war da nichts mehr zu holen. Und am Ende ist es billiger als sich eine Harley zu kaufen.

Genug Fläche für längere Touren

Urzustand, ein schmales Stitzbrötchen

Gepäckträger und Sisibar unverchromt

Endkonstruktion unverchromt

Schablone für den Gepäckträger auf dem die Sitzschale montiert werden kann

Schablone Sitzschale

 

Herrentagstour, Standort Südharz

Warum kann man mit dem Motorrad nicht bis hoch fahren?

Bei schönem Wetter ging es in diesem Jahr mal nicht in den Norden. Der Süden war das Ziel. Besser der Südharz. Nach langem hin und her und einigen Absagen hat sich ein Hotel bereiterklärt uns aufzunehmen. Angeboten wurde ein Gesamtpacket mit Übernachtung und Halbpension. Und das alles doch recht Kosten günstig. Am Tag der Anreise haben alle Wetter-Apps ihre Vorhersage mit Würfeln ermittelt. Auch das TV-Wetter ließ nichts aus. Teils Sonne, Teils Regen, Teils Graupel und natürlich wird es auch Windig bis Stürmisch. Aber Echte Biker kennen kein….? Ja was kennen wir eigentlich nicht? Man hat doch alles schon mal mitgemacht. Und zur Reisetradition am Herrentag gehört eben einer aufs Dach! Oder in diesem fall auf den Helm. Wir haben uns bis zur letzten pause gut durchgewurschtelt. Der Himmel Drohte ab und an mit schwarzen Wolken und hatte doch erbarmen. Aber das war eine Falle. Ungefähr 20 km vor dem Ziel haben wir die Natur vergrämt. Ein wirklich nässender Schauer. Die Natur warf mit Wasserbomben auf uns. Binnen weniger Minuten lief das Wasser durch Jacken und Hosen. Auch die Dichtheitsgarantien der Polo- und Louisverkäufer wurden einfach weggeschwemmt. Alle Aufnäher und vor allem eingenähte Schildchen mit der Aufschrift Water-Prooft sind im Wasser ertrunken. Ob eine Damenbinde den Schlüpfer trocken gehalten hätte? Für gutes Geld, würde ich es bei der nächsten Tour testen. Die sollen ja so saugstark sein. Schlimmer als das Wasser im Anzug, war das Wasser auf der Straße. Der Weg zum Hotel ist schon sehr interessant. Wenn da nicht das Reifen Handycap wäre. Und der Sturm, der kurz vor uns mit Graupel über diesen Landstrich fegte, hat alle Blüten und Pollen genommen und auf die Straße geworfen. Damit Kann der Metzler ja nun gar nicht. Die Strecke zum Hotel hatte eine Neigung von 3-6% und Kurven hat man auch eingebaut. Alles  wunderschön gemacht, aber nichts für das Schuhwerg von Slow Walker. Jede Kurve eine Rutschpartie. Und Keine Party. Aber wir sind angekommen. Leider waren wir wohl auch die letzten an diesem Abend. So war für die Pferde kein Platz mehr im Stall. Der war nicht klein, aber fürs Feiertags Geschäft nicht groß genug. Das Hotel hingegen war Super. alles Schick wie die Berliner sagen würden. Und auch das Essen war Gut. Das Bier lief die Kehle herunter und die Bedienung lief sich die Hacken ab. Das tat sie auch am dritten Tag noch. Ich hatte jedenfalls nichts zu meckern. A.L. Hotel Fünf Linden. An Nächsten Tag war der Kyffhäuser angesagt. Ein Muss für alle Biker die in den Harz kommen. Eigentlich hatte ich hier nur 2 h geplant. Eine Fehleinschätzung, wenn man über Google plant. Die 36 Kurven bis zum Parkplatz hat der Chopper Souverän genommen. Nur meinen Beiden schnellen Jungs hab ich die Linie versaut. Aber wir mussten ja auch wieder zurück. Da konnten sie ihrem Spieltrieb nachgehen. Slow Walker kann für einen Chopper gut bewegt werden. Aber mit deiner Speddy und einer VFR ist schlecht mitzuhalten. Nach dem erklimmen des höchsten Punktes in dieser Region (Kyffhäuser Denkmal) ging es nach dem Mittag an den Tiefsten Punkt. (Der touristisch erschlossen ist.)  Die Barbarossa Höhle. Nette und Interessante Führung. Wer auf Moderne Deckenkunst aus Gips seht, findet hier ein paar Anregungen. Gegen 16.00 Uhr traten wir den Rückweg an. Das Bier rief uns an den Mühlbach zurück. Dieser floss an der Hotelterrasse vorbei und sang sein Lied von schnellen Kurven und trockenen Kehlen.

Den zweiten Tag gingen wir sehr gelassen an. Es gab zwar eine Plan, aber demokratisch wurde entschieden, dass es erst einmal zum Biker- Treff an der Oker- Talsperre geht. Danach würden wir weiter sehen. Die strecke zur Sperre war interessant für uns Flachländer. Es ging hoch und runter und wieder waren Kurven da. Plötzlich und unerwartet. Deshalb gibt es im Norden kaum Kurven. die hat man hier im Harz verbaut. Dann war das Budget alle. Irgendwie hatten wir alle sicher etwas mehr und vor allem Anderes erwartet. Es war halt ein Treff mit Imbiss. Der Treff war also sehr schnell abgehakt und die Frage stand nun, wohin es noch gehen sollte. Also eine Runde Schnik- Schnak- Schnuk und Wernigerode stand fest. Und was soll ich sagen die haben schon einen Parkplatz nahe Zentrum für uns bereitgehalten.

Keinen Automaten gesehen

Eiszeit in am Markt. Prima! Danach noch einen Gang die Lauf-Road hoch und runter. Ein, zwei Sekunden den lächelnden Damen und  hochkonzentriert, Schritte zählenden Männer beim Squaredance zugeschaut. Alle nickten Wohlwollend und waren froh hier nicht mittanzen zu müssen. Und das die Frauen zu Hause waren und nicht hier. Nur einer meinte: “ Ich tanze gern!” Ungläubige Blicke straften ihn von allen Seiten. (Verräter) Also schnell weg hier und zum nächsten Ziel. Und das hatte schon wieder etwas mit Frauen und Tanz zu tun.  Ab zum Hexentanzplatz.  Ein Blick ins Tal und dann in die Kaffeetassen. Und dann in aller ruhe Leute beobachten. Und siehe da, es gibt sie wirklich. Hexen! Einige der hässlichsten Exemplare haben, sich mit ihren 120 kg, Muskel und Figurfreiem Körper, im bauchfreien Top und Leggins den Berg heraufgeschleppt. Der Besen hat es schon lange nicht mehr geschafft, die Damen hier herauf zu ziehen. Aber sie sind immer noch gefährlich und können Zaubern. Auf schlag waren wir alle Blind. Glücklicher Weise handelte sich es nur um ein Trugbild. Wenn man weg sah, normalisierte sich erst der Würgereflex, dann ging der Puls auf normal und zum Schluss kam die Sehkraft wieder. Aber das richtige Gegenmittel, gebraut aus Hopfen und Mals konnten wir nur im Tal am Bach bekommen. Und so führte uns der Weg schnell wieder ins Hotel.

Der Tag der Abreise. Nach dem guten Frühstück hieß es Abschied nehmen. Ein letztes Foto vor Hotel. Jetzt geht es rund 450 km Richtung Norden. Aber das Wetter spielte mit. Das Garmin und das Tom Tom waren sich nicht immer einig, aber sie fanden den Heimischen Hof. Ich denke alle waren doch etwas erschlagen. Der Ars…. tat trotz Pausen weh. So viel die Verabschiedung ein wenig trocken aus. Aber die Saison fängt ja grade erst an.

 

Fachkundegespräch

Blick aus dem Hotelfenster

Wernigerode

Wernigerode ohne Biker

Keinen Automaten gesehen

Jetzt auch noch die Stufen bis in die Kuppel

Fünf Minuten Ruhe

Kinder mit 50 zig

Bikertreff im Schafstall Rundtour 170 km

nochmal das Schloss

Sonntag, Sommerwetter und Bikes. Alles was das Herz braucht. Wir haben seid geraumer Zeit ein Luxus Problem. Wir wissen nicht mehr wohin. Fast alle Cafés die es im Netz zu finden gibt, sind bereits abgefahren. Hier im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Mir fällt es immer schwerer etwas nach meinen Kriterien zu finden. Die Lauten wie folgt. Kaffee und Kuchen in schöner, naturnaher Umgebung mit netter Bedienung und Blick auf Schloss, Garten, Landschaft oder immer wieder gern, Teich, See und Bodden. Aber ab und an hat man da doch mal einen neuen Glücksgriff. Am letzten Wochenende war der Gewinner “ Alt Basedow” Schon am Eingang des Dorfes ist ein Café mit Parkplatz. Und auf dem Parkplatz stehen Motorräder. Mehr Grund braucht ein Biker nicht um sein eigenes Gefährt neben die Anderen zu stellen. Das kleine Café war direkt an der Straße. Aber das war kein Hindernis. Das Wetter stimmte uns gnädig. Und ab und an konnte man einen Blick auf andere vorbeifahrende Motorräder werfen. Früher gab es so ein Kartenspiel auf dem Motorräder abgebildet waren und man konnte den Anderen schlagen, wenn man die Bessere Maschine auf der Hand hatte. (Mit den Leistungsdaten.) Hier an der Straße sitzend, kann man das selbe mit den Originalen machen. Dabei geht es aber eher um das Wissen und erkennen der einzelnen Umbauten. Man muss herausfinden, welches Bike hier umgebaut wurde.

Kaum am Tisch, schwebte auch schon die Bedienung vorbei und nahm die Bestellung auf. Wir haben uns gerade unserer Jacken entledigt und wollten mit dem Ratespiel beginnen, da wurden wir jeh unterbrochen. Die Kuchenteller samt Kuchen klapperten auf den Gartentisch. Die Bedienung schaute uns an und bemerkte wohl zwei paar hochgezogene Augenbrauen. Schnell entgegnete sie: “ Der Kaffee kommt auch gleich”! Das habe ich noch nie erlebt, dass der Tisch innerhalb von 3 Minuten gedeckt war. Wenn die einen Rettungsdienst aufmachen, bin ich mit Spendengeldern dabei. Glücklicherweise gab es beim Essen kein Zeitlimit. Nach dem Genuss muss man natürlich etwas für die Gesundheit tun. Als rafften wir uns auf und spazierten durchs Dorf. Ein wirklich schönes Schloss hat Basedow. Und auch die älteste Barockorgel des Nordens soll hier heimisch sein. Ein wirklich schöner Ort. Basedow ist eine Reise wert. Wer keine Idee hat wohin es gehen soll, Basedow bei Malchin.

Marstall

hinterm Schloss

hinterm Schloss

Schloss Basedow

Dorf Basedow

Der Schafstall (Cafè)

Wenn die Zeit schneller wird.

Die Zeit ist relativ. Ich werde hier jetzt keine Kausalzusammenhänge erklären. Das tat schon Einstein zur genüge. Aber Fakt ist, die Zeit vergeht mal schnell und mal langsam. Zu mindestens in meinem inneren Universum. Der März hat uns ja hängen lassen und der April ist mir auch weg gerannt. Die alten scheinen Recht zu bekommen, wenn sie behaupten, dass die Zeit mit höherem Alter schneller vergeht. Denn ich habe auch kaum Zeit gefunden mal wieder etwas in diesen Blogg zu schreiben. Dabei hatten wir doch drei Sonntage, an denen die Ausfahrten zur inneren Freude beitrugen. Nach den Schnee gab es gleich einen Sommertag, den wir auf der Terrasse des “Gasthauses am Hafen“ in  Neukalen mit einem schönen Eis krönen konnten. Eine Prima Location direkt mit Blick aufs Wasser. Wenn auch nur auf den kleinen Peenekanal. Ein Wochenende später wollten wir gleich wieder ans Wasser. Leider haben wir das kühle Nass nur auf der Straße gehabt. Auch die Ausweichroute ins Inland weg von der Küste brachte keinen Erfolg. Und dann Standen wir auch noch vor verschlossenen Türen der angepeilten Cafés. Dieser Tag endete dann bei Mc Café. Übrigens habe ich über Facebook erfahren, dass es befreundeten Bikern aus Schweden genauso gegangen ist. Auch dort war McDonalds der Schlusspunkt der ersten Ausfahrt. Europa ist doch schon ziemlich gut zusammengewachsen. Wieder ein Wochenende weiter ist der zweite Versuch geglückt. Auch wenn wir am ausgesuchten Ziel nicht landen konnten, da es überfüllt war. In Wustrow im Restaurant “Kapitänshaus am Unterfeuer” fand sich dann Kaffee und Kuchen. Und was soll ich sagen, mit Blick aufs Wasser( den Saaler Bodden). Am letzte April Wochenende standen die Sterne wieder günstig. Der Plan lautete noch einmal auf die Insel, bevor sie wie jedes Jahr an das Land Brandenburg verloren geht. Wenn auf der Insel Usedom mehr berlinert als Platt gesprochen wird, ist die Insel für Biker verloren. Das Ziel war Kamminke. Der letzte Fischerort vor Polen. Und ich muss sagen bei dem Wetter war es ein hauch von Südsee. Beim örtlichen Fischen versorgten wir uns mit Energie. Und eigentlich mochte keiner so wirklich aufstehen und zurückfahren. Ein herrliches Fleckchen Erde. Und vor allem mit einem Blick aufs Wasser. Wem fällt hier etwas auf ? Sollten wir, wie die Verfechter der Pre-Astronautic behaupten, nicht von diesem Planeten stammen, so sind wir sicher von einem, der genau soviel Wasser bietet. Aber das ist wohl ein anderes Thema. Nun warten wir auf das erste Wochenende im Mai und schauen, was uns da so gelingt. Und ob es wieder etwas mit Wasser wird.

Blick von der Restaurant-Terrasse Wustrow

Helm-Parade

Pause im Barther Hafen

Sonne Tanken

Alles verkleidet. Nur ich sitze im Wind.

Sehr idyllisch hier. Kamminke

Neukalen am Peenekanal

Der Weg nach Aalbude am Kummerower See war wegen Hochwasser geschlossen.

Hier war auch alles verkleidet. Der wind blieb draußen. Kamminke

Ein Hauch von Südsee

Saisonverspätung!

Es ist Ostern, der Osterhase hoppelt durch den Schnee und hat mühe seine bunten Eier zu verstecken. Bei seinen Eigenen dürfte es bei der Kälte nicht so schwer werden. Aber auf eine andere Weise ist es ganz gut so. Denn ich habe alle Bikes fertig. nur das Eigene nicht. Durch die Grippewelle haben sich meine Zulieferer doch sehr verspätet. Und so steht der “Slow Walker” immer noch ohne Lackkleid auf der Hebebühne. Hoffentlich ist der Name nicht Programm. Nicht das nun alles nur noch slowly läuft. Es ist also weiter abzuwarten. Egal! So habe ich mal wieder Zeit hier etwas zum Besten zu geben. Wir haben Aufgerüstet. Ein Schritt in die moderne Kommunikationswelt. Mein Wingman und ich haben ja schon in den letzten Jahren unsere Ausfahrten mit Knopf im Ohr gemacht. Das war nicht so schlecht. So konnten wir uns vor Gefahren (wie z.B. Blitzer ) warnen, oder einfach nur ein “Schau mal Links”, zurufen. Und wenn man allein Unterwegs war, machte man das Radio an. Leider hat mein Hörgerät nach zwei Jahren das zeitliche gesegnet. Erst fehlte der Ton im rechten Lautsprecher und manchmal viel auch das Mikro aus. Alles hing wohl mit der Buchse zusammen, die Kein USB, aber auch kein Mini USB war. Sie diente als Verbindung zum Hörset, aber auch als Ladebuchse. Das war wohl zu viel für sie. Ein Reparaturversuch brachte an Licht, dass diese Buchse nicht zu finden war. Jedenfalls nicht in Deutschland. Ein weiterer Nachteil dieser Geräte ergab sich, im Versuch ein fremdes Gerät mit ins Gesprächsnetz zu bekommen. Was haben wir dabei gelernt? Bluetooth ist nicht mit jedem Bluetooth zu verbinden. Und alles unter 4.0 kann nur zwei Partnergeräte verwalten. Sollte ich falsch liegen, bitte ich um Aufklärung.

Für den Wechsel auf ein neues System haben wir uns halbwegs demokratisch geeinigt. Ausschlag gab eine Situation im letzten Herbst. Da waren wir mit drei Fahrern unterwegs. Ich fuhr vorn mit Gerät, in der Mitte kein Gerät, hinten der Wingman. Auf einer abgelegenen Strecke mit einer langgezogenen, unübersichtlichen Kurve gab es ein menschliches Hindernis. Ein gesellschafftsvergessener Mann auf einen klapprigen Fahrrad beanspruchte schleudernd beide Fahrbahnen. Der Abstand zwischen uns betrug rund 100 m und ich meldete das Ausweichkommando. Leider musste die Mitte selbst darauf kommen, da sie ja nicht angeschlossen war. Der Wingman hatte es leichter. Beim anschließenden Kaffee und Kuchen reifte der Gedanke an eine System-Erweiterung.

Diese haben wir nun vollzogen. Nach vielen Recherchen kamen wir auf das neue Freedconn T-Max Model. Laut Beschreibung soll es 6 Biker in Kontakt bringen. Da wir kaum mehr als 6 Fahrer werden, ist das bei Amazon vertriebene Gerät wohl genau das was wir suchten. Natürlich kam es aus China. Und es ist hoffentlich seine 60€ pro Stück wert. Um den Preis von 60€ zu halten, musste ich 3 Doppelpackungen kaufen. Ein paar Tage nach Bestellung klingelte der Postmann. Beim öffnen des Paketes hatte ich das Gefühl ich hätte, eine Lieferung von einem lateinamerikanischen Escobar erhalten. Die Geräte waren noch einmal in graue Folie verschweißt. Und mir fehlte das Einhand-Klappmesser um die Ware zu prüfen. Nach dem Auspacken kam auch die Ernüchterung. Es war vorauszusehen, dass es nur eine Beschreibung in englisch gibt. Aber ich habe mich bis jetzt durch gehangelt. Das Gerät installiert und in betrieb genommen. Es versteht sich schon mit dem Handy und Radio funktioniert auch Super. Gewöhnungsbedürftig ist die komplizierte Steuerung. Es gibt ein Multiknopf der fast alles anwählt und sehr klein ist und einen Drehknopf mit dem man die Sender und die Lautstärke wählt. Das Ganze wirkt doch etwas grobschlächtig. Aber bis jetzt kann ich sagen, der klang im Aquarium ist besser als beim alten Gerät. Es gibt eine extra Ladebuchse. Das Radio ist empfindlicher und findet mehr Sender. Ob man sich auch Unterhalten kann? Wer weiß das schon. Wetterbedingt hat noch keiner sein Bike auf der Straße. So bleibt der Test der Kommunikation immer noch aus. Vorab, habe ich bei Amazon meine Bewertung geschrieben und die fehlende deutsche Beschreibung moniert. Und was soll ich sagen, die China-Jungs waren sofort am Rohr und haben eine Übersetzung nachgereicht. Warum bitten sie eigentlich keinen Deutschen eine Beschreibung zu verfassen? Die zugesandte Beschreibung hat wohl Google geschrieben. Weiter habe ich noch einmal die fehlende Clipbefestigung angesprochen. Auch da kam eine prompte Reaktion. Sie haben sich entschuldigt. Das Gerät sei noch so neu, dass sie mit der Produktion der Clips noch nicht nachkamen. Diese werden mir aber zugesandt. Na prima! Mal sehen ob wir sie bis Sommer haben.

Wenn wir das T-Max das erste mal im verbundenen Einsatz haben, gibt es einen weiteren Bericht. Bis dahin frohe Ostern und einen wärmeren April.

Super verpackt

Kokain-Paket?

Doch kein Kokain

im Doppelpack ist billiger

Sieht aber erst einmal nach Qualität aus.

Falsche Kennzeichnung?

Wenn es richtig trocken ist, wird der Rand bearbeitet

Bei dem Motorrad meines Sohnes steht über dem waagerechten Strich ne 3. Einen Freund habe ich genötigt, ein solches Zeichen auf sein neues Kennzeichen prägen zu lassen. Neues Equipment ist gekauft und alles sollte nächsten Monat getestet werden. Da kommt doch glatt ein ungebetener Gast zurück. Und dieser sendet nicht flehend nur, sondern schickt noch einmal Massen von Schnee. Naja, was erwarten wir eigentlich? Es ist noch Winter. Da sollte man auch mit dem weißen Zeug rechnen. Als ich noch nicht auf zwei Rädern unterwegs war, habe ich mir um so etwas keine Gedanken gemacht. Und die ersten zwei Jahre nach dem Wiedereinstieg wartete ich sehnsüchtig auf den Beginn der Fahr-Saison. Das hat sich alles etwas relativiert. Ich springe nicht mehr von einem Bein auf`s Andere und stampfe auch nicht wütend mit dem Fuß auf. Im Alter ist ja auch etwas mehr Gelassenheit gefragt. Erschwerend kommt in diesem Jahr hinzu, dass der Chopper noch kein neues Lackkleid besitzt. Wie es immer so ist. Man ist schon spät dran und dann verzögert sich noch alles. Die Grippewelle hat in diesem Jahr viele der involvierten Mitarbeiter dahingerafft. Lackieren kann man auch vom Bett aus ! Aber nein, das wollte ich ihm dann doch nicht an tun. Ich habe vor ein paar Jahren jemanden verloren, der eine Krankheit verschleppt hat. Und mir selbst wäre es auch beinahe so gegangen. Das ist alles Geld der Welt nicht wert. Nur komisch, dass die von uns als primitiv angesehenen Völker das wissen. Also warte ich. Und das Wetter spielt mir in die Karten. So hatte ich Zeit für einen nochmaligen Umbau der Elektrik am Chopper. Der kleine Kellermann ist wieder raus. Ich versuche es noch einmal mit dem CR 4. Die Alarmanlage ist somit auch wieder an Bord. Ich habe diesmal alles so gebaut, dass eine Schnellreparatur möglich ist, sollte das CR 4 wieder versagen. Ich hatte es zu Kellermann eingesendet um es testen zu lassen. Leider blieb eine Antwort aus. Nicht von Kellermann. Die haben sich wie immer redlich bemüht. Aber auch sie konnten dem Fehlverhalten der CR 4 bei nässe nicht auf den Grund gehen. Oder besser, sie fanden keinen Fehler. Egal, die neue Saison wird es zeigen. Denn ich bin ein Allwetter-Fahrer. Irgend wann ist sicher auch wieder Regen dabei. Ich habe aber alles was ein Problem werden könnte in Gummi eingepackt. Stecker und Schalter und auch die CR 4. Was neu ist? Das Signalhorn. Klein aber Oho. Sollte sich jemand wagen den Dicken in die Senkrechte zu bringen, wird er es schnell wieder auf den Ständer kippen. Ein schmerzlich helles Heulen wird der “Slow Walker” ihm ins Ohr schreien. Ich habe mich selbst erschrocken, obwohl ich wusste was kommt. Für die Batterieschrauben ist der Job etwas härter geworden. Sie müssen ein paar Kabel mehr umarmen. Da bekommt eine Steckdose, eine CR 4 und ein (ich weiß noch nicht wofür) Anschluss, vom roten Pol Strom zugeführt. Auf der Minus-Strecke sieht es ähnlich aus. Der “ich weiß noch nicht Anschluss könnte ein Navi oder die im nächsten Jahr geplante Griffheizung versorgen. Ich habe ihn schon mal eingebaut. So vorsorglich. Aber auch die Triumph hat noch ein kleines Schönheitspflaster bekommen. Die kleinen Krähenfüsschen am Motor habe ich etwas überschminkt. Sie sieht gleich viel frischer aus. Nun warten drei Bikes darauf, dass die Temperaturen in den Plus-Bereich wandern. Dann können ihrer Energiezellen wieder eingepflanzt werden. Jeder bekommt dann noch etwas Fußpflegen (Luft) und dann kann es wieder los gehen. Bis dahin.

Sabberlatz für schwarze Farbe

hab mir gedacht, bei rund denkt man das muss so

Etwas mehr rot und schwarz

CR 4 eingepackt und reserve Kabel für Griffheizung

Kabelbaum für CR 4 und am Rahmen ist die CR 4 in Gummimantel befestigt

beim Kabelbaum blieb ich Farbentreu

Der rote Kreis ist der neue Schreihals. Echt laut.