Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Kombüse 3 Zinnowitz

Der Herbst schickt seine Boten.

Sicht vom Hafen aus

Sicht vom Hafen aus

Der Sommer ist nun vorbei. Die Kälte kommt langsam zurück. Die Sonne schafft es nicht mehr alle Wolken zu vertreiben. Aber der Herbst bringt auch wie jedes Jahr die Möglichkeit Orte zu besuchen, die wir Einheimischen während der Sommersaison meiden. dazu gehören die Inseln. In diesem Jahr hatte der Spätsommer seinem Namen Ehre gemacht und lange durchgehalten. Im Umkehrschluss hatte das zur Folge, dass die Inseln den ganzen September über von den Grauen besetzt blieb. Das gilt übrigens auch für die polnische Seite Usedoms und der Ostseebäder. Auch an diesem Wochenende hatten die Kurzurlauber die Insel Im Griff. Denn durch den 3. Oktober gab es ja einen Tag mehr Frei und somit ein langes Wochenende. Verkehrsmäßig ist das deutlich zu spüren. Aber man merkt auch an den Cafés, dass der Herbst angekommen ist. Ein offener Geheimtipp z.B. das Gartencafé “Naschkatze” in Krummin hat seine Pforten bereits geschlossen. Böse Zungen behaupteten vor dem verschlossenen Tor: “ die haben den Sack voll !” Da wir ja motorisiert sind und nicht trampeln müssen, finden wir schnell einen Ersatz. In Zinnowitz gibt es ein Hafencafé, wenn man den Hafen findet. Ein kleines Schild an der Hauptstraße weist darauf hin. man muss aber wirklich gezielt danach suchen. Man braucht also einfach nur Chamäleon- Augen. Man achtet mit dem linken Auge auf den Stau vor sich, um auf rot aufblitzendes Licht zu reagieren. Mit dem Rechten sucht man das Schild und die Einfahrt. Wo ist das Problem? An der Kombüse 3 angekommen, brach für eine Stunde die Sonne durch. Wetter wie bestellt zum draußen sitzen. Unsere Bestellung lautete, Eine Tasse Kaffee, einen doppelten Cappuccino und zwei Stückchen vom Aprikosen-Käsekuchen. Der doppelte Cappuccino wurde verbal mit mit dem Satz: “ Wir haben keine großen Tassen! ” negiert. Das ist enttäuschend. Da ich genau wusste, dass eine ganz besondere Tasse hier seine Heimat hat. Denn vor zwei Jahren hatte ich dieses Café schon einmal mit freunden besucht. Um niemanden in Verlegenheit zu bringen hielt ich die Klappe. Um so großer war die Freude, dass eben genau diese Tasse doch den Weg zu mir fand. Dafür hätte ich die Dame umarmen können. So leicht kann man Menschen glücklich machen. Beim einfordern der Rechnung legten wir der Dame ans Herz, einmal ein paar Gedanken über (diese Tasse) zu verlieren. Es wäre ein wunderbares Alleinstellungsmerkmal. So etwas bietet kein anderes Restaurant oder Café. Die Dame meint, dass so etwas zu wenig nachgefragt wird. Ja Gott, wenn es nicht auf der Karte steht. Am Ende des Gesprächs versprach sie über 6 Tassen in dieser Größe nach zu denken. Wir wünschen ihr Glück. Und wer sich zur Kombüse 3 verirrt, sollte einen Doppelten Cappuccino verlangen. Einfach nur um auszuprobieren, ob die 6 Tassen ins Inventar gefunden haben. Über den Rest der Speisekarte können wir leider nichts sagen, aber da der Kuchen Super war, kann der Rest nicht schlechter sein.

Boss Tasse für den ? Natürlich, Boss !

Boss Tasse für den ? Natürlich, Boss !

Und hier ist er, der Boss ! Grins !

Und hier ist er, der Boss !
Grins !