Motorradfahren in Mecklenburg-Vorpommern

Rheinsberg

Kurzurlaub mit Freunden

Schloss Rheinsberg

Schloss Rheinsberg

Ja in diesem Jahr läuft irgendwie alles anders. Und auch zeitlich läuft es nicht immer so, wie man sich das wünscht. So haben wir nur drei Tage Zeit gefunden uns auf einem Zeltplatz nieder zu lassen. Aber das Wetter hat prima mitgespielt. Mitten in der Woche ging es los. Ziel war ein Zeltplatz in Rheinsberg/Warenthin. Der liegt fast gegenüber dem Schloss Rheinsberg direkt am See. Wer sich Wassersportlich betätigen möchte, der ist hier genau richtig. Kaja und Kanu Verleih inklusive. WC rustikal aber sauber und Duschen etwas antiquiert. Eigentümer sehr freundlich. “Bier vom Fass jipt dit och wa!” Was ich an diesen Platz liebe ist, dass es keine Festgelegten Ruhezeiten gibt. Man kann mit seinem Bike kommen und fahren wann man will. Vor einigen Jahren, habe ich mich da mal vergriffen und einen Platz ausgewählt bei dem von 12.00- 15.00 Uhr kein Fahrzeug fahren durfte, damit die grauhaarigen in ihren Wohnmobilen nicht beim üben für die Totenruhe gestört werden. Echt wie auf dem Friedhof so ein Platz. Aber das blieb uns hier erspart.

Los ging es mit dem Aufbau der Zelte. Hier zeigte sich rasch, wer Erfahrung besaß. Zugegeben, war für Sohnemann und mich nicht schwer. Die Zeltneulinge haben ihre Zelte aus jungfräulichen Verpackungen geholt. Also waren die Vorkenntnisse nicht vorhanden. Nach dem wir uns geordnet hatten, ging der erste kleine Ausritt in die Stadt Rheinsberg. Groß ist sie nicht, aber eigentlich ist alles vorhanden, wie wir später glücklich feststellen. Am Abend gab es Fleisch und Wurst vom Gas Grill. (Brandgefahr) Da wir ein Begleitfahrzeug hatten, kam auch eine Gitarre mit, die ab nun jeden Abend durchs Zeltlager klang.

Am Tag Zwei fuhren wir nach Oranienburg. Die Idee, den Jungen das zeigen, wozu die Schule kein Geld mehr hat. Weil wir es für wichtig halten. Das KZ Sachsenhausen sollte alle Erden. Aber ich muss sagen, dass ich enttäuscht wurde. Ich habe dies Mahnmal vor rund 30 Jahren besucht. Und konnte mir das Grauen welches Menschen, Menschen antun vorstellen. Jetzt ist die Ausstellung fast nichtssagend und der Platz macht auf dem all die Dinge stattfanden macht den Eindruck, als würden in den nächsten Jahren dort Eigenheime gebaut. Erschwerend kam hinzu, dass die Temperaturen an diesem Tag um die 35 °C auf den Platz drückten. Also war es mit dem ruhigen betrachten der Ausstellung schlecht bestellt. Doch half es die Qualen etwas näher zu bringen. Um den eigenen Wasser und Energiehaushalt wieder auf Vordermann zu bringen, entschlossen wir uns noch 10 km näher an Berlin heranzufahren. In Hohen Neuendorf steht ein riesige chinesische Pagode. (Fresstempel)   Den haben wir besucht. Prima Ambiente und gutes Essen. Dick und Rund wie wir waren, hatten die Bikes nun auf der Rücktour zu leiden. Und wir auch, denn wir kamen in die Rushhour. Und keine Chance sich an den Autos vorbei zu drücken.

Tag Drei diente der Erholung. Meine Luftmatratze ist in der Nacht eine komfortlose Gummiunterlage geworden. So brauchte ich eine Neue. wie schon oben erwähnt, fand sich In Rheinsberg ein Laden der entsprechendes Material vorrätig hatte. Ein Laden für Sport, Fahrräder, Angeln und Camping. Hier kaufte ich eine Nostalgie Matratze. altes DDR Material. Wenn sicher auch in China hergestellt. Aber ich habe die leise Hoffnung, das diese jetzt auch hält. Mit den Louis Matratzen haben wir bis lang nicht so gute Erfahrungen gemacht. Nach dem dieses Problem gelöst war, holten wir uns neue Probleme auf den Leib. Kajak fahren ohne Hecksteuer. Eine echte Herausforderung. Wie bewegten uns in kreisenden Bewegungen über den Rheinsberger See. Und so richtig gelang es keinem diese Boote auf Kurz zu halten. Auch baden war angesagt. In diesem Jahr das zweite mal. Eine Großtat muss auf jeden Fall in das Jahrbuch. Am Nachmittag brachten wir einen unserer Mitfahrer bis Wesenberg. Er musste uns früher verlassen, da er ins Wackencamp geladen war. Auf der Rücktour nach Rheinsberg hielten wir an der Fleether Mühle. Ein Kanu Hotspot. Hier bekommt man sein Essen nur, wenn man sich Figuren aus Film und Fernsehen merken kann. Wir waren “Biene Maya”. Warum auch immer. Die Namen werden von einem Computer vergeben. Der hat wohl nicht richtig hingeschaut.

Es regnet. Na klar! Ab 8.00 Uhr hatten wir ein Zeitfenster bis 10.30 Uhr um Duschen, Frühstücken und Zeltabbau zu realisieren. Hat geklappt. aber rund 10 km hinter Rheinsberg erwischte uns der Regen doch. Und es gab keine Pause. Bis Neubrandenburg zog sich das Regenband. Der Junior hatte Pech mit den Stiefeln. Der Wasserstand im und außerhalb des Schuhwerks war gleich. Hätte er in Physik aufgepasst, würde er wissen was kommunizierende Röhren sind. (grins) In Neubrandenburg waren die Füße fast Tod. Ein Sockenersatz musste her. All unsere Sachen waren unterwegs auf dem Begleitfahrzeug. Das war von uns getrennt gefahren. Also Socken bauen aus Tüte und Küchentücher. Einen Dank an den Tankstellenpächter. Von Neubrandenburg ging es dann trockenem Fußes nach Hause

Alles in allem war es ein schöner Kurzurlaub.

Kanu Station Fleether Mühle

Kanu Station Fleether Mühle

Radio ohne Strom, Grill ohne Holzkohle

Radio ohne Strom, Grill ohne Holzkohle

China in Hohen Neuendorf

China in Hohen Neuendorf

KZ Sachsenhausen

KZ Sachsenhausen

Rheinsberger See

Rheinsberger See

Raven chillt mal kurz

Raven chillt mal kurz

Heavy Friends

Heavy Friends

erster ist Team Raven Ulfson

erster ist Team Raven Ulfson

Hafendorf Rheinsberg mit coolem Standbild

Hafendorf Rheinsberg mit coolem Standbild

September Abschuss Tour 490 km

Hafendorf Rheinsberg

Hafendorf Rheinsberg

1. Tag Ja, ich weiß. Einige werden fragen: “ Was jetzt schon ?” Und ich werde antworten: “ mit den Langen Touren schon!”  Der September hat doch wirklich noch die Wärme, die eine solche Tour nicht zur Strapaze werden lässt. So hatten auch wir das Glück, dass Petrus uns mehr oder weniger holt war. Unsere kleine Reise begann am Sonnabendmorgen bei Nebel. Dieser löste sich bald im Sonnenlicht auf. Und auf der Strecke zum Ziel, konnten wir in unsere Pausen die Bäuche in die Sonne halten. Da macht es auch Spaß mal an einem See zu halten. Auch sind die Straßenverhältnisse noch gut. Einen Monat später sieht die Sache doch schon ganz anders aus. Zwar hat der Oktober noch Goldene Tage, aber die muss man auch erwischen. Wer kennt das nicht. Einhundert Kilometer gefahren und mit kalten Fingern vom Bike steigen. Da sieht man sie die harten Biker, die an sich herumklopfend an den Tankstellen stehen und versuchen ihre Körperkerntemperatur mit einem Kaffee zu erhöhen. Anderen zittern die Zigarette im Mundwinkel. Das muss ich nicht haben. Wir haben uns also auf die Maschinen gesetzt und sind ins benachbarte Bundesland gereist. Neuruppin in Brandenburg war das Endziel. Wie immer in Brandenburg sind die Straßen gut genug um den Verkehr fließen zu lassen. Darum wären wir fast zu schnell am Ziel angekommen. Also mussten Zwischenstationen her. Diese fanden sich rechts und links am Weges Rein. Unter anderem habe ich endlich die Marina besuchen können, von der mir Freunde schon lange berichtet haben. Hafendorf Rheinsberg. Dieser Standort ist auf jeden fall eine Tour wert. Im Sommer, versteht sich. Mit Motorrädern, versteht sich. Neben Schauen kann man auch entspannt seinen Kaffee im Bistro am See genießen. Beide Daumen hoch. Gleiches gilt für unser Nachtlager. Das Hotel Waldfrieden in Neuruppin warte nicht nur mit schönen Zimmern und gutem Essen. Es hat sogar eine kleinen Stellfläche für Motorräder. Leider nicht überdacht. Dann wäre es perfekt gewesen. Denn am späten Abend kamen die angekündigten Schauer übers Land. Wir ließen uns aber nicht von der mit Zelten überspannten Terrasse verjagen. So saßen wir mit dem Blick auf den See, einem Glas Wein in der Hand und schauten einem Igel bei der Nahrungssuche zu. Gegen 10.00 Uhr wurden wir dann vom Personal in den Gastraum gebeten. Da es jetzt unmöglich geworden ist, uns angemessen zu bedienen. Wir waren sowieso auf dem Sprung, denn die Zeltbahnen hielten dem Wasserdruck nicht länger stand. Was gab es in Neuruppin zu entdecken ? Natur und Stadtbild. Ok, dat jipet överall meint ein Reinländer. In Mecklenburg und auch in Brandenburg.Neuruppin putzt sich aber. Die Seepromenade ist gelungen. Die Innenstadt wird saniert. “Alles schick!” sagt der Brandenburger und meint damit das es eigentlich nichts zu meckern gibt. Neuruppin hat meiner Meinung nach ein Überangebot an Gastronomie. Aber alles gut besucht. Kein Schild mit Ferienwohnung, unter dem nicht das Wort “Belegt” stand. Aus einer fast russischen Enklave wird ein Paradies für kurz Urlauber.

Kirche Neuruppin

Kirche Neuruppin

Hotel Waldfrieden Neuruppin

Hotel Waldfrieden Neuruppin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kloster Chorin

Kloster Chorin

 2. Tag Am nächsten Tag blieb die Sonne versteckt. Aber es war weiterhin Warm. Das geborgte Navi machte ein paar Probleme, aber wir fanden am Ende doch dorthin, wohin wir wollten. Mangelnder Sonne am Himmel wurde die Tour zur Himmelpagode nach Hohen Neuendorf (Berlin) gestrichen. Kloster Chorin rückte in den Fokus. Und in Eberswalde war die Fahrt zu ende mit der Umleitung kam Mensch und Navi nicht klar. Navi beharrte auf seine berechnete Route. Mensch fand die Umleitung mangels Schilder nicht wieder. (Zum Thema Navi gibt es einen Sonderbericht) Mensch entschied sich für eine Himmelrichtung gen Osten. In Oderberg angekommen, fand die neuerliche Orientierung mit Hilfe des Kartenaufstellers statt. Diese kleinen überdachten Gebietsanzeiger findet man schon fast überall. Eine gute Erfindung. Nach dem die neue Route nach Chorin festgelegt war, bekamen wir noch Hilfe von der ansässigen Bevölkerung. Das war schon eine nette Geste. Und unser Wegvorhaben wurde bestätigt. In Chorin angekommen. Verlangte der moderne Abt am Eingang einen Ablass von 4€ pro Erwachsenen. Dabei weiß doch jeder, dass Biker nie erwachsen werden. Heimlich lauschten wir einer Führung die gerade statt fand. Den 1€ haben wir gespart. Wirklich interessant. Nach Kaffee und Kuchen ging es wieder auf die Strecke. Hier war Templin als Ziel angedacht. Aber durch die Irrfahrt haben wir auch Zeit verloren. Templin wird nachgeholt. Gleiches gilt für Schiffshebewerk. Spätestens 18.00 Uhr wollten wir auf den heimischen Hof rollen. Gut wir waren früher. Bei mir machten sich kurz vor Ende wieder einmal die Zipperlein bemerkbar. Über Winter muss sich an der Suse etwas ändern.

Fazit: Schöne Tour, halbwegs schönes Wetter und zwei schöne Biker. Also alles war perfekt. Jetzt geht es bald schon wieder an die Planung für die Herrentagstour. Andere denken von Weihnacht zu Weihnacht. Wie langweilig!

Tour Greifswald Neuruppin Chorin.gpx

Tour Greifswald Neuruppin Chorin

Ein Trip für Ent(schloss)ene 310 km

Schloss Rheinsberg von der Seeseite

Schloss Rheinsberg von der Seeseite

Wenn die Sonne im Frühjahr die ersten warmen Strahlen auf den Asphalt wirft, kann man vielleicht diese Tour empfehlen. Zwar liegt das Ziel nicht mehr im Hoheitsgebiet der Fürsten zu Mecklenburg und Vorpommer, aber der Fritze hat da ein schönes Schlösschen in die Brandenburger Gemarkung gestellt. Der Grenzübertritt ist spürbar leicht. Nur Geld für ein Mittag und später einen Kaffee sollte sich in den Taschen befinden. Zölle werden nicht erhoben. Dem Euro sei dank, denn er gilt auch in Brandenburg als Zahlungsmittel. Um und im Schloss kann man sich nach dem Ritt gut die Beine vertreten. Ob man im Park flanieren will, entscheidet das Wetter und ob man mit der Motorradrüstung am Leib flanieren möchte. Ehrlich, meins ist das nicht! Das Abstellen der Maschinen in der Nähe des zur Stadt gewandten Einganges dürfte kein Problem darstellen. Rheinsberg gehört auch zu den Reisezielen der Berliner Motorradfahrer. Man ist also Zweiräder gewohnt. Wer Schlösser gucken nicht mag, der kann auf der Rücktour gen Norden vielleicht etwas mit den Marinas anfangen. Das Hafendorf in Rheinsberg ist nett anzuschauen. Und ein Paar Kilometer außerhalb findet sich die Marina Wolfsbruch. Auch ein nettes Plätzchen. Und einen Kaffee oder wie in meinem Fall einen Cappuccino bekommt man bestimmt. Es ist wirklich nett anzuschauen, wie z.B. Die Marina in Wolfsbruch in das kleine Tal gebaut wurde. Das ganze Ensemble erinnert an eine skandinavische Gegend. Wer ärger mit der Frau hat, der sollte auf der Rücktour noch die Penzliner Burg besuchen. Dort gibt es einen Hexenkeller zu besichtigen und im kleinen Burg Café wird selbst gebackener Kuchen gereicht. Die Straßen auf dieser Tour sind wieder einmal Gut bis sehr Gut. Einschränkungen sind nur im Stadtgebiet von Rheinsberg zu erwarten. Da es sich zum größten Teil um bewaldete Strecke handelt, wird an dieser Stelle vor Gripverlusst  gewarnt. Für Chopper kein Problem.

Tour Greifswald Rheinsberg.gpx

TourRheinsberg